(openPR) BMI Pressemitteilung:
5. Dezember 2002
Im November 2002 beantragten in Deutschland 5.510 Personen Asyl. Die Zahl der Asylbewerber ist damit gegenüber dem Vormonat um 1.058 Personen (-16,1 Prozent) gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich die Anzahl der Asylbewerber um 2.496 Personen (-31,2 Prozent) verringert. Die Zahl der Asylanträge im gesamten laufenden Jahr sank im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 16.404 oder -19,8 Prozent.
Die Zahlen im einzelnen:
I. Aktueller Monat
Beim Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge haben im November dieses Jahres 5.510 Personen (Oktober: 6.568 Personen) Asyl beantragt.Damit hat sich die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vormonat um 1.058 (-16,1 Prozent) verringert. Gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr (November 2001: 8.006) ist die Zahl der Asylbewerber im November 2002 um 2.496 (-31,2 Prozent) gesunken.
Hauptherkunftsländer im November 2002 waren:
Zum Vergleich
September
Oktober
November
1.
Irak
1.000
841
707
2.
Türkei
779
867
697
3.
BRep. Jugoslawien
482
628
523
4.
Russische Föderation
273
457
366
5.
Indien
143
246
253
6.
Vietnam
211
228
235
7.
Iran
257
249
219
8.
China
147
220
178
9.
Aserbaidschan
143
139
160
10.
Georgien
175
157
140
Im November 2002 wurden neben den 5.510 Erstanträgen 1.641 Folgeanträge beim Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge gestellt.
Im November 2002 hat das Bundesamt über die Anträge von 9.669 Personen (Vormonat: 9.739) entschieden.
Als Asylberechtigte anerkannt wurden 179 Personen (1,8 Prozent). Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 des Ausländergesetzes erhielten 241 Personen (2,5 Prozent). Abgelehnt wurden die Anträge von 6.571 Personen (68,0 Prozent). Auf sonstige Weise erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 2.678 Personen (27,7 Prozent).Bei 130 Personen hat das Bundesamt im November 2002 Abschiebungshindernisse im Sinne von § 53 des Ausländergesetzes festgestellt.
II. Laufendes Jahr
Für den Zeitraum Januar bis November 2002 ergeben sich folgende Zahlen:
In der Zeit von Januar bis November 2002 haben insgesamt 66.311 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (82.715 Personen) bedeutet dies einen Rückgang um 16.404 Personen (-19,8 Prozent).
Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis November 2002:
1.
Irak
9.635
Personen
2.
Türkei
8.933
Personen
3.
BRep. Jugoslawien
6.271
Personen
4.
Russ. Föderation
3.828
Personen
5.
Afghanistan
2.626
Personen
6.
Iran
2.436
Personen
7.
Vietnam
2.137
Personen
8.
Indien
2.035
Personen
9.
Syrien
1.720
Personen
10.
Algerien
1.676
Personen
Im Zeitraum von Januar bis November 2002 hat das Bundesamt 122.676 Entscheidungen getroffen. 2.260 Personen (1,8 Prozent) wurden als Asylberechtigte anerkannt. 3.984 Personen (3,3 Prozent) erhielten Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 des Ausländergesetzes. 75.204 Asylanträge (61,3 Prozent) wurden abgelehnt. 41.228 (33,6 Prozent) wurden durch formelle Verfahrensbeendigungen (z.B. Antragsrücknahmen) erledigt.
Bei 1.453 Personen hat das Bundesamt in der Zeit von Januar bis November 2002 Abschiebungshindernisse im Sinne von § 53 des Ausländergesetzes festgestellt.
Die Zahl der Personen, über deren Anträge noch nicht entschieden wurde, betrug Ende November 2002 39.995 (39.232 Erstanträge und 763 durchzuführende Folgeverfahren). Zudem liegen dem Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge 11.020 Asylfolgeanträge vor, bei denen noch nicht entschieden ist, ob ein Folgeverfahren durchgeführt wird.






