openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Asylkompromiss vor dem Aus

28.04.200422:44 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Drittstaatenregelung wird ausgehöhlt

2. Oktober 2003: Zu den heute beginnenden Beratungen der europäischen Justiz- und Innenminister erklären der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hartmut Koschyk MdB, und der zuständige Berichterstatter Dr. Ole Schröder MdB:

Die dramatische Demontage der erfolgreichen Asylrechtsreform von 1993 geht heute in die nächste Runde: In Brüssel kommen die Innen- und Justizminister der EU-Mitgliedstaaten zusammen, um erneut über die asylpolitische Zukunft Europas zu beraten. Es steht zu befürchten, dass sich eventuelle Beschlüsse trotz der begründeten, schwerwiegenden Kritik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ausschließlich an der auf Zuzugserweiterung gerichteten Politik von Rot-Grün orientieren werden.

Konkret heißt dieses nicht nur eine Aufweichung des Flughafenverfahrens, das es bislang ermöglicht, Asylsuchende während ihres Verfahrens erst gar nicht einreisen zu lassen. Auch das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten wird erheblich eingeschränkt.

Vor allem aber wird die sog. Drittstaatenregelung ausgehöhlt, die eine sofortige Abweisung Asylsuchender an der Grenze ermöglicht, soweit diese über einen anerkannten sicheren Drittstaat einreisen, in denen sie bereits vor politischer Verfolgung sicher waren.

Wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht, ist diese bewährte Art der Grenzabweisung ohne vorherige bürokratische Einzelfallprüfung nicht mehr möglich. Der Drittstaatenregelung ist es zu verdanken, dass die Asylbewerberzahlen seit ihrem Rekordniveau von 438.000 auf zuletzt unter 70.000 und in der ersten Hälfte dieses Jahres auf nur noch 26.452 Personen zurückgegangen sind. Anstatt dieses Erfolgsmodell für alle EU-Mitgliedstaaten verbindlich zu machen, kann oder will sich der Bundesinnenminister gegenüber seinen Kollegen nicht durchsetzen, sondern trägt stattdessen zu Abschaffung dieser Regelung bei.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion appelliert an die Bundesregierung, diese Politik zu beenden, Verantwortung zu übernehmen und von ihrem auf Zuzugserweiterung angelegten Konzepten Abstand zu nehmen.

Autor(en): Hartmut Koschyk, Dr. Ole Schröder

 

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 5121
 110

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Asylkompromiss vor dem Aus“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von CDU/CSU-Fraktion

Bayerisches Volksbegehren für Mietenstopp unzulässig // Rückenwind für Klage gegen Berliner Mietendeckel
Bayerisches Volksbegehren für Mietenstopp unzulässig // Rückenwind für Klage gegen Berliner Mietendeckel
(Berlin, 16. Juli 2020) Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat das Volksbegehren „Sechs Jahre Mietenstopp“ für unzulässig erklärt. In seiner Begründung verwies das Gericht darauf, dass dem Bundesland Bayern für eine entsprechende Regelung die Gesetzgebungskompetenz fehle. Hierzu erklärt Dr. Jan-Marco Luczak, der die abstrakte Normenkontrolle gegen den Berliner Mietendeckel für die Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU koordiniert: „Die Entscheidung aus Bayern gibt Rückenwind für unser Verfahren gegen den Berliner Mietendeckel in Karlsruhe. …
Trittins Sturheit beim Dosenpfand schadet allen
Trittins Sturheit beim Dosenpfand schadet allen
Viele Fragen zur Umsetzung des Dosenpfandes noch offen 19. Dezember 2002 Zur Diskussion um die Einführung des Dosenpfandes zum 1.1.2003 erklären der umweltpolitische Sprecher, Dr. Peter Paziorek MdB, der stellvertretende Vorsitzende, Dr. Klaus Lippold MdB, und der Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Dosenpfand, Werner Wittlich MdB: Trittins Unbelehrbarkeit in Sachen Dosenpfand schadet allen. Die augenblickliche Dialogunfähigkeit des Ministers verhindert eine praktikable Handhabung des gegenwärtigen Schwebezustandes beim Vol…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen"    (1993 bis 2022)Bild: "Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen"    (1993 bis 2022)
"Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen" (1993 bis 2022)
… davontragen, traumatisiert werden und zugrunde gehen.Seit 30 Jahren dokumentieren wir nun die katastrophalen Folgen dieser Asyl- und Aufenthaltspolitik, die seit dem sogenannten Asylkompromiss, von CDU/CSU, FDP und SPD als System der "Flüchtlingsabwehr" beschlossen wurde. In der mittlerweile vierbändigen Dokumentation ist erkennbar, dass die Brutalität …
Bild: Michael Oehme über den Orbán-Besuch bei MerkelBild: Michael Oehme über den Orbán-Besuch bei Merkel
Michael Oehme über den Orbán-Besuch bei Merkel
… in einer regelrechten Nacht und Neben Aktion dichtmachte und einen Zaun bauen ließ. Dies hatte bei vielen anderen EU-Mitgliedstaaten Schockieren ausgelöst. Doch hinsichtlich Merkels Asylkompromiss, den sie mit Seehofer geschlossen hat, könnte sie Orbáns Mithilfe mehr denn je benötigen“, so Oehme weiter. „Das liegt einerseits daran, dass offiziell EU-Außengrenzen …
Sie lesen gerade: Asylkompromiss vor dem Aus