(openPR) Die Grün-Alternative Liste an der Universität Potsdam (GAL) hat den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) für die zu Ende gehende Amtsperiode scharf kritisiert. Sowohl die politische Arbeit als auch das finanzielle Gebaren finden im Rückblick bei der GAL keine Zustimmung.
Anka Skowronek, Spitzenkandidatin der GAL für die anstehenden Uni-Wahlen, kritisiert insbesondere die Außenwirkung des AStAs: "Der AStA steht nach dem Desaster um die Vortragsreihe von Frau Steinbach als undemokratisches Gremium da, von dem sich viele Studierende nicht vertreten fühlen. Zudem ist das Vertrauensverhältnis zur Hochschulleitung tief greifend gestört. Das ist eine denkbar schlechte Position für eine Studierendenvertretung."
Bei den Finanzgebaren des AStA kritisiert die GAL vor allem mangelnde Transparenz. Fragen zu Finanzierungsplänen und zur Ausgestaltung von Veranstaltungen wurden auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht beantwortet. Aktueller Anlass der Kritik ist ein Seminar, in dem BeraterInnen ausländischer Studierender aus den neuen Bundesländern geschult werden sollen. Für die Verpflegung und Unterbringung hat der AStA 1500 Euro beschlossen. Eine öffentliche Einladung für das Seminar gab es nie.
Studierende der Uni Potsdam, darunter selbst eine Vertreterin der 'Lokalen Erasmus-Initiative' (LEI) wurden nach Anmeldung vom Seminar ausgeschlossen.
"Angesichts solcher Ablehnungen und eines fehlenden Finanzplanes kommen uns Zweifel, ob das Geld tatsächlich für den angegebenen Zweck verwendet wird.", sagt Skowronek.
Da der AStA seiner vorgeschriebenen Rechenschaftspflicht schlichtweg nicht mehr nachkommt, ist keine unabhängige Kontrolle über die Verwendung der Gelder der Studierenden mehr möglich.
Die ist dabei dringend notwendig. Schon mehrmals erhielten Mitglieder der AStA-Koalition direkt Studierendenschaftsgelder aus Honorarverträgen mit dem eigenen AStA.
Aufgrund dieser Finanzgebaren des AStAs kündigt die GAL an, seiner Entlastung auf der StuPa-Sitzung am kommenden Dienstag nicht zuzustimmen.
Bei den kommenden Gremienwahlen an der Universität von Dienstag, 17. Juni bis Donnerstag, 19. Juni tritt die GAL für mehr Transparenz bei der Verwendung der Gelder der Studierenden an.













