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Hausarztverträge - "Wettbewerb ist im GKV-System angekommen"

10.06.200815:09 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) EUROFORUM-Konferenz "Hausarztmodelle"
28. und 29. August 2008, InterContinental Hotel Hamburg

Frankfurt am Main/Hamburg, 10. Juni 2008. Den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) steht der Einheitssatz bevor: Der Möglichkeit beraubt, Versicherte mit niedrigen Beitragssätzen zu umwerben, nehmen die Kassen nun verstärkt Hausarztverträge ins Visier. In der Vergangenheit wurden solche Modelle aufgrund fehlender Überprüfbarkeit nur widerwillig umgesetzt, doch nun könnten sie zum Wettbewerbsvorteil avancieren. Auf der EUROFORUM-Konferenz "Hausarztverträge" (28. und 29. August 2008, Hamburg, www.euroforum.com/dn-hausarzt) berichten Krankenkassenvertreter, was sie sich von den neuen Modellen versprechen und stellen die Details bereits geschlossener Verträge vor.

Die AOK Baden-Württemberg nutzte das im GKV-Gesetz vorgeschriebene Modell und schloss Anfang Mai einen Hausarztvertrag mit der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft (HÄVG) und dem Haus- und Fachärzteverbund MEDI. "Qualitätsvolle, zielgenaue Versorgung unserer Versicherten bei besserer Vergütung der Ärzte waren die Leitgedanken", sagte Dr. Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, bei der Vertragsunterzeichnung in Berlin. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV), bislang für die Ausarbeitung von Verträgen zuständig, blieb außen vor. Dr. Achim Hoffmann-Goldmayer, Vorsitzender der KV Baden-Württemberg, stellte dazu auf einer KBV-Versammlung fest: "Mit dem AOK-Hausarztvertrag ist der Wettbewerb endgültig im GKV-System angekommen." Er räumte ein, dass der Vertrag den Hausärzten mehr Geld bringen werde. Allerdings müsse sich erst zeigen, ob die AOK überhaupt in der Lage sei, den Vertrag mit dem zusätzlich benötigten Geld auszustatten. Für Patienten sehe er keine Vorteile. "Eine zusätzliche Abendsprechstunde allein ist nicht überzeugend." (Ärzte Zeitung, 19.5.2008) Auf der EUROFORUM-Konferenz erläutern Dr. Rolf Hoberg und Dr. Achim Hoffmann-Goldmayer ihre Positionen.

Jan Böcken, Leiter des Projekts "Gesundheitsmonitor" der Bertelsmann Stiftung, stellt eine erste Evaluation von Hausarztmodellen vor und erklärt die Unterschiede zur Regelversorgung. Zu den weiteren Referenten zählen unter anderem Vertreter der Techniker Krankenkasse, DAK - Unternehmen Leben, BKK Gesundheit, hkk und des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) e.V.

Das Programm ist abrufbar im Internet unter: www.euroforum.com/dn-hausarzt

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