openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Tibet / VR China - China gaukelt Pressefreiheit vor

10.06.200815:00 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Tibet / VR China - China gaukelt Pressefreiheit vor
Tibet 2008: Chinas vorgegaukelte
Tibet 2008: Chinas vorgegaukelte "Normalität". Bild: studentsforafreetibet.org

(openPR) IGFM: Arrangierte Journalistenreise soll von anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in Tibet ablenken


Lhasa – Frankfurt am Main (10. Juni 2008) – 31 Journalisten aus Hongkong, Macau und Taiwan wurden in der vergangenen Woche durch Lhasa und die Region Lhoka in Tibet geführt. Sie sollten sich ein Bild von der Situation in Tibet machen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert, dass unter diesen Journalisten keine Vertreter aus Ländern seien, die nicht unter dem Einfluss Chinas stehen. Die Unabhängigkeit der Berichterstattung sei somit sehr fraglich, so die IGFM. Währenddessen werden weiterhin tibetische Mönche unterdrückt und verhaftet.



Obwohl die chinesische Agentur Xinhua verlautbarte, die Journalisten dürften frei Bericht erstatten, heißt es an anderer Stelle auf der Xinhua-Webseite, die Orte, die sie besuchen und die Personen, die sie interviewen konnten, seien alle von der chinesischen Regierung ausgesucht und die Betroffenen vorher instruiert worden. „Daher dürfte klar sein, dass es keine objektive Berichterstattung geben wird“, so die IGFM.


„Normalität“ durch hohes Militäraufgebot

Am 3. Juni äußerte der regimetreue, stellvertretende Vorsitzende der „Autonomen Region Tibet“ (TAR), Pema Thinlay, gegenüber den Journalisten, die Situation in Lhasa sei insgesamt wieder zur Normalität zurückgekehrt. Außerdem seien die Bewaffnete Volkspolizei und das Militär abgezogen worden. „Im Gegensatz zu diesen Behauptungen steht leider die Tatsache, dass seit den friedlichen Protesten im März 2008 weder die Bewaffnete Volkspolizei noch die Armee abgezogen worden sind. Einziger Grund, weshalb die Massendemonstrationen nachgelassen haben, ist die massive Militärpräsenz“ erklärt Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM. „Die Tibeter, die dennoch friedlich demonstrieren wollen, werden sofort festgenommen.“


Tibetische Mönche werden schikaniert

Berichten zufolge wurden am 5. Juni 16 Mönche der Klöster Woeser und Khenlong im Bezirk Markham in der Präfektur Chamdo wegen ihrer angeblichen Beteiligung an Sprengstoffanschlägen, die sich am 3., 5. und 7. bzw. 8. April ereignet haben sollen, festgenommen. Nach drei weiteren Mönchen der betreffenden Gruppe wird noch gefahndet. „Die Behauptung der Behörden, die Mönche seien in Bombenanschläge verwickelt, entbehrt jeglicher Glaubwürdigkeit“, kritisiert Lessenthin. „Wenn sich tatsächlich so ein Vorfall ereignet haben sollte, so stellt sich die Frage, weshalb die chinesischen Medien bis heute nicht über ihn berichtet haben.“

Im Kloster Kirti in Amdo (Ngaba) wird seit über zwei Monaten eine chinesische Kampagne der "Patriotischen Erziehung" durchgeführt. Die Behörden haben die Mönche zu diesem Zweck in acht Gruppen aufgeteilt und sie gezwungen, den Dalai Lama zu schmähen und Dokumente zu unterzeichnen, die sich gegen die tibetische Exil-Regierung richten. Bis zum 2. Juni waren die Mönche derart schikaniert worden, dass an diesem Tag alle Mönche, bis auf die über 70jährigen, das Kloster verließen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 218174
 981

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Tibet / VR China - China gaukelt Pressefreiheit vor“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)

Bild: SR Vietnam: Sechs Katholiken und drei Oppositionelle verurteiltBild: SR Vietnam: Sechs Katholiken und drei Oppositionelle verurteilt
SR Vietnam: Sechs Katholiken und drei Oppositionelle verurteilt
IGFM: Insgesamt 23 Jahre Haft für drei Regimekritiker Cam Le / Frankfurt am Main (28. Oktober 2010) - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Zulassung der Verteidigung hat das vietnamesische Bezirksvolksgericht von Cam Le am 27. Oktober sechs Katholiken wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" zu Haftstrafen von 9 bis 12 Monaten verurteilt, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Sie hatten mit einer Trauerprozession gegen die Enteignung ihres Gemeindefriedhofs demonst-riert. Ferner hat das Volksgericht der…
Bild: Iran: Keine freie Lehre an iranischen Universitäten - Kritische Professoren werden inadäquat ersetztBild: Iran: Keine freie Lehre an iranischen Universitäten - Kritische Professoren werden inadäquat ersetzt
Iran: Keine freie Lehre an iranischen Universitäten - Kritische Professoren werden inadäquat ersetzt
Frankfurt am Main (21. Oktober 2010) - Die iranische Regierungspolitik unter Mahmud Ahmadinedschad schränkt die freie Bildung an iranischen Universitäten zunehmend ein. Dies berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt am Main. Verantwortlich für diese restriktive Bildungspolitik ist der Minister für Wissenschaft, Forschung und Technologie, Kamran Daneshjoo. Seine vielfältigen Maßnahmen zur Einschränkung der Hochschulen sollen alleine dem Zwecke dienen, den Einfluss der Regierung zu erweitern und stabilisie…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Protest in Berlin gegen Fackellauf durch TibetBild: Protest in Berlin gegen Fackellauf durch Tibet
Protest in Berlin gegen Fackellauf durch Tibet
… Volkes.“ Die TID kritisiert vor allem das Internationale Olympische Komitee (IOC) für sein Festhalten an der Fackelroute und für sein Schweigen zur anhaltenden Einschränkung der Pressefreiheit in Tibet. „Die freie Berichterstattung in ganz China war Bedingung für die Vergabe der Olympischen Spiele“, sagt Zoerner weiter. „Doch seit den Unruhen im März …
Tibet Initiative Deutschland empört über Einschränkung der Pressefreiheit in Peking
Tibet Initiative Deutschland empört über Einschränkung der Pressefreiheit in Peking
Berlin, 30.07.2008 – Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) verurteilt die Einschränkung der Pressefreiheit, die bei der Vergabe der Olympischen Spiele an Peking vereinbart worden war. Sie kritisiert sowohl das Pekinger Organisations-Komitee (BOCOG) als auch das Internationale Olympische Komitee (IOC), das die Beschränkungen für die Journalisten …
Wer politisiert den Sport wirklich?
Wer politisiert den Sport wirklich?
… Damals, als China sich um die Olympischen Spiele bewarb, war eine der Grundbedingungen für die Vergabe, der China auch zustimmte, daß die Situation von Menschenrechten und Pressefreiheit in dem Land verbessert würden. Trotz der Versprechungen der Regierung haben sich die Menschenrechtslage und die Lage der Pressefreiheit in China und insbesondere in Tibet …
Bild: Profi-Sportler starten Olympia-Protest "Sport for human rights"Bild: Profi-Sportler starten Olympia-Protest "Sport for human rights"
Profi-Sportler starten Olympia-Protest "Sport for human rights"
Hunderte deutsche Profisportler demonstrieren auf Europas größtem Online Sportnetzwerk netzathleten.de für Menschenrechte und Pressefreiheit in China! Die Massenbewegung, zu der sich innerhalb weniger Tage tausende Sportler spontan auf netzathleten.de zusammengefunden haben, wird während der Olympischen Spiele ihren Protest offen und sichtbar nach außen …
Bild: Der Schutz einer freien Presse erfordert internationale UnterstützungBild: Der Schutz einer freien Presse erfordert internationale Unterstützung
Der Schutz einer freien Presse erfordert internationale Unterstützung
… für das Niedertrampeln der Menschenrechte kritisiert. Jetzt ist es Zeit für die internationale Gemeinschaft eine andere Menschenrechtsverletzung zu stoppen - die Verweigerung der Pressefreiheit für Taiwan, die aufgrund politischer Machenschaften zustande gekommen ist. In jedem Jahr seit 2004 hat die Abteilung für Öffentliche Information der Vereinten …
China kündigt für die Olympischen Spiele 2008 gravierende Restriktionen für die Medien an
China kündigt für die Olympischen Spiele 2008 gravierende Restriktionen für die Medien an
… heimischen und ausländischen Journalisten jegliche Möglichkeit zur Berichterstattung über heikle Themen zu verbauen." Die chinesische Führung hat im letzten Jahr die Pressefreiheit in China drastisch beschnitten. Journalisten wurden schikaniert und festgenommen, mehrere zehn-tausend Internet-Polizisten wurden eingestellt, und neue Gesetze wurden erlassen, …
Bild: Olympische Spiele in Peking – Tibet-Proteste auch in BerlinBild: Olympische Spiele in Peking – Tibet-Proteste auch in Berlin
Olympische Spiele in Peking – Tibet-Proteste auch in Berlin
… Tibet-Unterstützer zielt insbesondere auch auf das Internationale Olympische Komitee (IOC). Trotz unübersehbarer Zeichen, dass Peking sich nicht an seine Zusagen in Sachen Menschenrechte und Pressefreiheit hält, hat das IOC stets geschwiegen. Auch nach den heftigen Unruhen im März dieses Jahres, ist in Tibet bislang kein Frieden eingekehrt. Die Militärpräsenz …
Taiwan fordert Pressefreiheit bei der WHA in Genf
Taiwan fordert Pressefreiheit bei der WHA in Genf
… diese wichtige Jahresversammlung zu berichten. Dieser Vorgang, wenn er sich jetzt anlässlich der WHA am 19. Mai wiederholte, wäre ein skandalöser Verstoß gegen die Pressefreiheit! Dabei ist Taiwan eine Demokratie, in der die Menschenrechte einen hohen Stellenwert genießen. In Sachen Pressefreiheit steht Taiwan sogar an erster Stelle in Asien. Doch …
Tibetorganisationen fordern Änderung der Olympischen Fackelroute und freie Berichterstattung in Tibet
Tibetorganisationen fordern Änderung der Olympischen Fackelroute und freie Berichterstattung in Tibet
… for a Free Tibet (SFT), die Tibet Initiative Deutschland (TID) und der Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE) kritisieren die Nichtumsetzung der im Vorfeld der Spielvergabe zugesagten Pressefreiheit in China und Tibet. Des weiteren fordern sie vom IOC, die Fackel nicht wie geplant durch Tibet tragen zu lassen. Seit den Unruhen im März 2008 wird jede …
IOC hält an Fackel durch Tibet fest, ignoriert fehlende Pressefreiheit – Protest von Tibet-Unterstützern
IOC hält an Fackel durch Tibet fest, ignoriert fehlende Pressefreiheit – Protest von Tibet-Unterstützern
… Lauf der Olympischen Fackel durch Tibet fest. Ungeachtet der Proteste von Tibet-Aktivisten haben sich die Mitglieder des Komitees auch nicht zur Einschränkung der Pressefreiheit geäußert, die den Zusagen des Gastgeberlands China zuwiderläuft. Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) kritisiert die ignorante Haltung des IOC aufs Schärfste. Die TID …
Sie lesen gerade: Tibet / VR China - China gaukelt Pressefreiheit vor