(openPR) Am Wochenende sprach sich SPD Parteichef Kurt Beck für eine sozial verträgliche Grundversorgung mit Strom aus. Besonders für sozial Schwächere soll so die Stromversorgung, trotz steigender Preise, weiter garantiert werden. Kurt Beck schlug vor, einen Grundbedarf günstiger anzubieten. Fraktionsvize Kelber äußerte bereits konkrete Zahlen. Er wünscht sich, dass die ersten 500 kWh bis zu 30 Prozent unterhalb des marktüblichen Preises angeboten werden.
Dieser Verbrauch stellt circa ein Drittel des Jahresverbrauches eines Einpersonenhaushaltes dar. Rechtlich sieht er dabei keine Probleme, denn es würde kein Endpreis vorgeschrieben, sondern nur Bedingungen zur Angebotsstruktur. Den diskutierten Stromzuschuss für sozial Schwächere lehnte Kelber als zu bürokratische Lösung ab. Bei der SPD-Veranstaltung: Klimawandel und soziale Gerechtigkeit am Mittwoch sollen weitere Details zu Energiepreisen besprochen werden. All das scheint eine Vorbereitung für das große Gespräch am 20. und 27. Juni zu sein. Dann wollen die Energieexperten der Fraktion mit den Vertretern der Energiekonzerne und den Verbraucherschützern die Kursrichtung der Energiepolitik festlegen.
Eines ist allerdings jetzt schon klar, die Union lehnt die Idee vom Sozialstrom ab, dabei ist der Strom in fast keinem Industrieland Europas so teuer wie in Deutschland. SPD Fraktionsvize Kelber hofft auf eine Koalitionsdiskussion nach der Sommerpause.




