(openPR) Organisiertes Verbrechen, Bildung einer kriminellen Vereinigung, Ausbeutung, Bedrohung, Gewalt, Tod – nicht vom Drogenhandel oder totalitären Regimen ist die Rede, sondern von der Tomatenernte in Süditalien. Saisonarbeiter aus Osteuropa müssen hier unter Bedingungen arbeiten, die gegen grundlegende Arbeits- und Menschenrechte verstoßen. Stundenlöhne von weit unter 3.- €, von Hunden und bewaffneten Capos bewachte, menschenunwürdige Lager und kein freier Zugang zu Lebensmitteln und Wasser sind Beispiele dafür. Wer sich gegen diese moderne Form der Sklaverei wehrt, muss um sein Leben fürchten. Das aus diesen Tomaten hergestellte Tomatenmark wird – von der EU noch zusätzlich subventioniert – nach Ghana exportiert. Und ruiniert dort nicht selten die traditionelle Eigenproduktion der Kleinbauern. Einige der betroffenen Afrikaner werden als Armutsflüchtlinge nach Europa kommen…
Die 52-minütige Dokumentation „Sklaverei auf italienisch“ von Thomas Giefer, Rena Giefer und Karl Hoffmann (Redaktion: Sabine Rollberg, WDR/ARTE und Heribert Blondiau, WDR) beschreibt die skandalösen Zustände in Apulien und zeigt eindrucksvoll, welche Folgen der „grenzenlose“ Handel und die Globalisierung haben. An konkreten Beispielen – ein tot aufgefundener und ein seit langem verschwundener Pole in Italien sowie Betroffene in Ghana – führen die Filmemacher dem Zuschauer schonungslos die erschütternde Situation von Menschen vor, die als moderne Sklaven zur wirtschaftlichen Entwicklung Europas beitragen.
„Sklaverei auf italienisch“ ist als TV-Erstausstrahlung bei ARTE am Samstag, 28. Juni 2008 um 18.05 Uhr zu sehen. Das WDR Fernsehen zeigt den Film in der Reihe "die story" am 15.September 2008 um 22.00 Uhr unter dem Titel „Blutige Ernte – Warum Dariusz sterben musste“.
Wir zeigen Ihnen den Film vorab in Anwesenheit der Filmemacher und der Redaktion am
Mittwoch, 11. Juni 2008, um 19.00 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig
Bischofsgartenstr.
50667 Köln
Im Anschluss findet eine Gesprächsrunde statt.






