(openPR) In Haslach startet das vorerst letzte Neubauprojekt der Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) , das aus dem Landeswohnungsprogramm für Mietwohnungsbau gefördert wird. Für 19,3 Millionen Euro werden in der Bettackerstraße und im Raimannweg insgesamt 151 neue Wohnungen entstehen. Doch Oberbürgermeister und FSB-Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Salomon zeigte sich beim Spatenstich am 2. Mai mehr wehmütig denn optimistisch. „Nachdem die Landesförderung für den Mietwohnungsbau eingestellt wurde, brauchen wir dringend ein neues Instrument, das uns dabei hilft, auch in Zukunft unseren gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen.“ Deshalb appelliert die Stadt mit Nachdruck an das Land, wieder in die Förderung des Mietwohnungsbaus einzusteigen und wenigstens für die Ballungsräume wie Freiburg, Stuttgart oder Heidelberg ein eigenes Programm aufzulegen, damit preisgünstiger Wohnungsbau wieder möglich wird.
Dank der noch im Programm 2006 gewährten Fördermittel des Landes entstehen in Haslach insgesamt 10.790 Quadratmeter neue Wohnfläche vor allem für Familien und Senioren. „Der Stadtteil wird durch unser neues Projekt erheblich aufgewertet", zeigte sich Salomon zufrieden.
Das Projekt im Einzelnen: Am Raimannweg werden 95 Wohnungen mit fast 7.000 Quadratmeter Wohnfläche gebaut. Entlang der Bettackerstraße entstehen weitere 56 Wohnungen mit 3.870 Quadratmeter Wohnfläche. Geplant sind auch sechs Gewerbeeinheiten auf dem ehemaligen Firmengelände der Straßenbaufirma Nickel und Seitz. Die Baukosten für
das Objekt an der Bettackerstraße betragen zirka 8,3 Millionen Euro.
In der Bettackerstraße werden bis Ende 2009 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit zirka 56 bis 94 Quadratmeter Wohnfläche gebaut. Die Gewerbefläche im Erdgeschoss des fünfgeschossigen Objekts bietet rund 1.000 Quadratmeter Nutzfläche. Außerdem ist eine
Tiefgarage mit 70 Stellplätzen geplant. „Auf dem Grundstück werden wir zudem zwei Spielplätze errichten. Das Besondere daran: Die Spielplätze werden von den meisten Wohnungen aus sichtbar sein. Das gibt Eltern und Kindern zusätzliche Sicherheit“, so Ralf Klausmann, Geschäftsführer der FSB.
Die Energieversorgung in der Bettackerstraße wird durch eine mit Holzpellets betriebene Anlage erfolgen. Der alternative Brennstoff hat einen hohen Heizwert und belastet die Umwelt nur gering. „Die Anlage ist so ausgelegt, dass sie später problemlos nachgerüstet werden kann. Praktisch könnten wir also auch umliegende Gebäude mitversorgen“, erläutert Klausmann. Das Dach des Wohn- und Gewerbehauses wird zudem vollständig begrünt sein,
das Regenwasser versickert über ein Rigolensystem auf dem Grundstück. Da das Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Gewerbegebiet und der Güterbahnlinie liegen wird, werden spezielle Schallschutzmaßnahmen berücksichtigt. Unter anderem sorgen verglaste Schallschutzerker mit einem speziellen Lüftungssystem dafür, dass Lärm und Staub draußen bleiben.
Am Raimannweg entstehen nördlich des Gebäuderiegels an der Bettackerstraße fünf Wohnhäuser – in Ost-West zwei Gebäude mit Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen (54 beziehungsweise 74 Quadratmeter) und in Nord-Süd drei Gebäude mit Vier-Zimmer-Wohnungen (89 Quadratmeter). Zudem sind zwei Tiefgaragen mit 72 sowie 24 Stellplätzen geplant.












