(openPR) Rheinland-Pfalz mit höchstem Plus aller West-Bundesländer
Clos schlägt Verzicht auf Unternehmenssteuerreform vor
Bad Neuenahr. Günther Clos, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes VEM (Verband der Metall- und Elektroindustrie Rheinland-Rheinhessen e.V.) hat heute (6. Mai 2008) in Bad Neuenahr auf der Jahreshauptversammlung seiner Organisation die neusten Beschäftigungszahlen der Metall- und Elektroinstrustrie präsentiert.
Ende Februar 2008 habe es in der deutschen Metall- und Elektroindustrie mit knapp 3,6 Millionen Stammarbeitsplätzen exakt 200.000 Arbeitplätze mehr gegeben als im April 2006, dem Tiefpunkt der Beschäftigung in der Metall- und Elektroindustrie. Der Beschäftigungsaufbau setze sich fort, so Clos. Auch im Januar und Februar 2008 seien rund 43.000 zusätzliche Stammarbeitsplätze in der deutschen Metall- und Elektroindustrie entstanden.
In Rheinland-Pfalz habe es Ende Februar 2008 rund 7.000 Arbeitsplätze mehr in der Metall- und Elektroindustrie gegeben als Ende Februar 2007. Die Steigerungsrate von rund 5,2 Prozent sei im Vergleich aller Bundesländer die höchste Steigerung in den westlichen Bundesländern. Insgesamt habe die Branche in Rheinland-Pfalz nun rund 125.000 Stammarbeitsplätze.
Bei der Zahl der Ausbildungsplätze habe es im letzten Ausbildungsjahr einen neuen Rekord in der Metall- und Elektroindustrie gegeben.
Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den Berufen der Metall- und Elektroindustrie stiegt um 7.600 auf einen historischen Höchststand von mehr als 75.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Die Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahr betrug dabei mehr als elf Prozent.
Clos sagte zu den positiven Zahlen: "Wir haben nicht nur 200.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern mit deutlichen Entgelterhöhungen in Höhe von insgesamt 6,5 Prozent in der letzten Tarifrunde auch für mehr Geld in den Geldbeuteln unserer Mitarbeiter gesorgt. Selbst nach Abzug der derzeit vergleichsweise hohen Inflation bleibt real ein deutliches Plus übrig."
Für Clos könnte das Plus noch größer sein, wenn nicht der Staat von jedem zusätzlich verdienten Euro immer mehr Geld abzöge. Clos sagte: "Ich finde, der Staat darf nicht länger den Löwenanteil des Aufschwungs für sich beanspruchen." Nach Angaben der OECD blieben einem Alleinstehenden Durchschnittsverdiener von 100 Euro brutto im vergangenen Jahr netto keine 48 Euro übrig.
Clos schlug vor, auf die gerade gestartete Reform der Unternehmenssteuer zu verzichten, und zwar für eine "signifikante und im Portemonnaie spürbare Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer, insbesondere für die Bezieher niedriger und mittlerer Einkommen." Clos dazu: "Wir alle würden im erheblichen Maße davon profitieren, wenn die Kluft zwischen Brutto und Netto bei unseren Mitarbeitern kleiner würde."

















