(openPR) Beste Azubis in Metall- und Elektroberufen ausgezeichnet
Bad Neuenahr. Die von der rheinland-pfälzischen Landesregierung geplante Einführung der Realschule-PLUS mit zwei zusätzlichen Klassenstufen 11 und 12 könnte bei falscher Ausgestaltung das erfolgreiche System der dualen Berufsausbildung in Rheinland-Pfalz nachhaltig beschädigen, befürchtet Günther Clos, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes VEM (Verband der Metall- und Elektroindustrie Rheinland-Rheinhessen e.V.).
Auf der Jahreshauptversammlung seiner Organisation am 6. Mai 2008 in Bad Neuenahr sagte Clos, dass mit der direkten Erlangung der Fachhochschulreife nach Klasse 12 der Realschule-PLUS künftig viele für die anspruchsvollen Berufe der Metall- und Elektroindustrie geeigneten Realschüler nicht mehr als Bewerber für Ausbildungsstellen zur Verfügung stünden. Die besten Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 an Realschulen seien bisher exakt die Zielgruppe für die Berufe der Metall- und Elektroindustrie.
Bisher erfolge nach der Mittleren Reife in der Regel eine qualifizierte Berufsausbildung mit der damit dann erworbenen Fachhochschulreife. Nach dieser qualifizierten Berufausbildung studierten viele der besten Azubis insbesondere Ingenieurswissenschaften an den Fachhochschulen.
Clos dazu: "Es waren und sind junge Menschen, denen die Praxis nicht fern ist und die wissen, was in den Betrieben gefordert ist."
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Clos befürchtet, dass künftig immer mehr Fachhochschulabsolventen ohne ausreichenden Berufs- und Praxisbezug in die Firmen kämen. Dies sei eine klare Verschlechterung des jetzigen Zustandes.
Clos befürchtet außerdem, dass viele Schulabgänger der Realschule-PLUS ohne die vor geschaltete qualifizierte Berufsausbildung in den Fachhochschulen scheitern werden.
Es komme jetzt im Beratungsprozess bis zur endgültigen Ausgestaltung der Realschule-PLUS ganz entscheidend darauf an, mehr berufliche Elemente und Praxiselemente in die PLUS-Zeit hinein zu packen. Da die Realschulen aber dafür die benötigten qualifizierten Ausbilder und erst recht nicht die entsprechende Ausstattung besäßen, schlug Clos vor, viele dieser Aufgaben den dafür gut qualifizierten Berufsschulen zu übertragen.
Während der Jahreshauptversammlung des VEM vor rund 300 Gästen zeichnete Günther Clos die besten Auszubildenden in den Metall- und Elektroberufen mit Sach- und Geldpreisen (bis 1.000 Euro) aus.
Bester Auszubildender in den Metallberufen war André Simonis aus Kehrig, der bei der Firma Rasselstein GmbH in Andernach zum Mechatroniker ausgebildet wurde.
Zweitbester Auszubildender in den Metallberufen war Andreas Page aus Nieder-Hilbersheim, der bei der Firma Elster GmbH in Mainz-Kastel zum Industriemechaniker im Bereich Produktionstechnik ausgebildet wurde.
Drittbester Auszubildender in den Metallberufen war Sven Schmidt aus Kircheib, der bei der Firma Treif-Maschinenbau GmbH in Oberlahr zum Industriemechaniker im Bereich Maschinen- und Systemtechnik
ausgebildet wurde.
Bester Auszubildender in den Elektroberufen war Thomas Christoffel aus Alflen, der bei der Ausbildungswerkstatt der Luftwaffe Büchel, Jagdbombergeschwader 33 in Cochem zum Elektroniker für Geräte und Systeme ausgebildet wurde.
Zweitbester Auszubildender in den Elektroberufen war Marco Bauer aus Idar-Oberstein, der bei der Firma Wayand GmbH in Idar-Oberstein zum Elektroniker im Bereich Betriebstechnik ausgebildet wurde.
Drittbester Auszubildender in den Elektroberufen war Alexander Engelhard aus Offstein, der bei der Firma EWR Netz GmbH in Worms zum Elektroanlagenmonteur ausgebildet wurde.












