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"Wir tun wirklich etwas für gering Qualifizierte!"

24.04.200813:56 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) (Berlin, 24.04.2008) Gleich mehrere Untersuchungen haben offen gelegt, dass es gering Qualifizierte auf dem deutschen Arbeitsmarkt schwer haben – mit einer Ausnahme: Die Zeitarbeitsbranche eröffnet seit Jahren dieser Personengruppe die Chance, im Berufsleben Fuß zu fassen.



"Die Angriffe von DGB mit seinen Einzelgewerkschaften und von Teilen der Politik gegen die Zeitarbeit machen mich fassungslos", sagte Peter Mumme, Präsident des Arbeitgeberverbandes Mittelständischer Personaldienstleister (AMP), am 24. April 2008 in Berlin. "Da weist das Statistische Bundesamt nach, dass in Deutschland die geringer Qualifizierten auf der Strecke zu bleiben drohen, und die DGB-Gewerkschaften, die SPD und die Linkspartei haben nichts Besseres zu tun, als ausgerechnet die Personaldienstleister massiv zu attackieren. Dabei hat gerade diese Branche in den letzten Jahren wie keine andere gering Qualifizierte in den Arbeitsmarkt integriert."

Mumme reagierte damit auf eine Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes vom 21. April 2008. Danach wurden zwischen 2001 und 2006 rund 188.000 Arbeitsplätze aufgrund des Auslandsengagements von deutschen Unternehmen abgebaut. In mittleren und großen Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten gingen im genannten Zeitraum demnach rund 125.000 Stellen für niedrig Qualifizierte verloren. Dagegen seien nur rund ein Drittel vergleichbare Stellen am heimischen Standort geschaffen worden, erklärte die Behörde. Während die Industrie besonders häufig Produktionsstätten in das Ausland verlagert, entstanden bei den Dienstleistern unter dem Strich sogar mehr neue Stellen als abgebaut wurden.

"Wir Personaldienstleister tun wirklich was für gering Qualifizierte!", betonte Mumme. "Trotzdem versuchen bestimmte Kreise alles, um die Zeitarbeit in Misskredit zu bringen." Als jüngstes Beispiel nannte Mumme eine Veröffentlichung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) des DGB: Durch eine Befragung von 2.000 Betriebsräten soll die alte Mär belegt werden, dass durch Zeitarbeit Stammarbeitsplätze verdrängt würden. Demnach bestätigten 37% der Befragten, dass ihr Unternehmen zwischen 2005 und 2007 Zeitarbeitskräfte beschäftigt habe. Dass deren Zahl gestiegen sei, sagten 54%. 40% gaben an, Zeitarbeitnehmer blieben länger als früher im Betrieb. Ein Viertel vertrat die Ansicht, die Mitarbeiter auf Zeit seien inzwischen Quasi-Stammbelegschaft.

"Offensichtlich sind hier die Betriebsräte Opfer der Propaganda gegen die Zeitarbeit geworden, denn eine wissenschaftliche Studie der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung von Ende 2007 kommt zu ganz anderen Ergebnissen", so Mumme. Die beiden beauftragten Wissenschaftler Lutz Bellmann, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), und Alexander Kühl, Institut für Sozialökonomische Strukturanalysen, konnten keineswegs den Nachweis dafür erbringen, dass durch Zeitarbeit Stammarbeitsplätze verdrängt werden. Wörtlich heißt es: "Die Zahlen legen [...] nahe, dass es bislang keinen weit verbreiteten Trend gibt, vollzeitbeschäftigte Stammarbeitnehmer durch Leiharbeiter zu ersetzen. Verdrängt werden andere atypische Beschäftigungsformen wie befristete Stellen, Mini- und Midijobs, aber auch reguläre Teilzeitarbeit, die in Entleihbetrieben seltener vorkommen als in Firmen ohne Zeitarbeit."

"Dieses Ergebnis", erklärte Mumme, "deckt sich auch mit den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die als aufsichtsführende Behörde halbjährliche statistische Erhebungen in der Zeitarbeit durchführt. Nach den neuesten Daten der Bundesagentur für Arbeit mit Stand vom 30. Juni 2007 kann von einer Verdrängung der Stammbelegschaften durch Zeitarbeit schon deswegen nicht die Rede sein, weil fast 63% aller Zeitarbeitskräfte höchstens bis zu drei Monaten bei Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt sind. Derartig kurze ‚Verweildauern’ reichen aber nicht aus, um Stammarbeitskräfte zu ersetzen, wie schon die Wissenschaftler des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit 2006 betont haben. Die Veröffentlichung des WSI hält einer Überprüfung also überhaupt nicht stand und dient einmal mehr nur dazu, Stimmung gegen die Zeitarbeit zu machen."

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