(openPR) NEST hat wiederholt russische und deutsche Vertreter aus dem Gesundheitswesen zu bilateralen Gesprächen in Moskau eingeladen. Am 15. April fand der Erfahrungs- und Wissensaustausch mit Fachvorträgen statt. Themenschwerpunkte bildeten dieses Mal telemedizinische Versorgungskonzepte für neurologische Erkrankungen.
In Anlehnung an die bisherigen Kooperationsveranstaltungen in Moskau organisiert NEST am 15. April einen weiteren Workshop. Ziel war es, den Wissensaustausch und -transfer im Bereich Telemedizin zwischen Russland und Deutschland voranzutreiben. Dazu stellen NEST-Partner und Wissenschaftler der Klinik für Neurologie und Neurochirurgie der Staatlichen Medizinischen Universität Moskau ihre Kompetenzen und Produkte zur telemedizinischen Versorgung vor.
Russischer Partner des Austausches war Professorin Veronika I. Skvortsova, M.D., Sc. D. Sie ist Leiterin der Klinik für Neurologie und Neurochirurgie einschließlich des Departments für fundamentale Neurologie, Gerneraldirektorin des Schlaganfallinstituts der Staatlichen Russischen Medizinischen Universität sowie Vizepräsidentin der nationalen Schlaganfall Vereinigung der Russischen Föderation (NABI). Prof. Skvortsova nahm gemeinsam mit sechs Kollegen und Kolleginnen ihres Instituts an dem Workshop teil, um mit den deutschen Wissenschaftlern, Unternehmern und Ärzten über telemedizinische Versorgungskonzepte für neurologische Erkrankungen zu diskutieren.
Prof. Thomas Meyer, Leiter der Ambulanz für ALS und andere Motoneuronenerkrankungen der Charité Universitätsmedizin Berlin stellte den ALSmanager vor. ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) bezeichnet eine Erkrankung von bestimmten Zellen im Rückenmark und im Gehirn. Infolge der Erkrankung geht die Kontrolle über die Muskulatur verloren, die unbenutzten Muskelzellen schrumpfen und es kommt schließlich zur Lähmung des Patienten. Im Rahmen des Projektes „ALSmanager” wurde eine Internetplattform zur Durchführung kontrollierter Arzneimittelstudien auf Basis einer telemedizinischen Betreuung der Patienten im häuslichen Umfeld geschaffen. Gerade in einem Flächenland wie Russland kann die telemedizinische Versorgung von chronisch Kranken deren Lebensqualität deutlich steigern. Einige der Probleme, die im Workshop modellhaft skizziert wurden, sind auch in Deutschland bislang nur in Pilotvorhaben realisiert und weit entfernt von der klinischen Praxis. Bestimmte in Deutschland etablierte Modelle sollen jedoch nun im Rahmen von Projekten und Kooperationsvereinbarungen nach Moskau/Russland gebracht werden. Die Wissenschaftler und Ärzte waren sich einig, dass die gemeinsamen Erfahrungen für beide Seiten von großem Wert sein werden.
NEST wurde in Moskau durch die Ambulanz für ALS und andere Motoneuronenerkrankungen der Charité Universitätsmedizin Berlin, das Telemedizinzentrum der Charité (TMCC), Tembit Software GmbH, NBMC, OP 2000 und TimeKontor AG vertreten.
Der Wissenschaftleraustausch wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.













