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Illegale Deponien und Müllzwischenläger sind eine Gefahr für Klima und Menschen

11.04.200810:07 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Illegale Deponien sowie Zwischenläger für organische Abfälle belasten das Klima erheblich. Die dort abgelagerten organischen Stoffe entwickeln während ihrer Zersetzung Gase – zu 60% Methan und CO2. Obwohl weltweit vor allem von CO2 als „Klimakiller“ gesprochen wird, ist Methan weitaus schädlicher. Forscher schätzen, dass Methan bis zu 23-mal schädlicher für das Klima ist als CO2. Global gesehen, gehören Mülldeponien mit zu den für das Klima schädlichsten Einrichtungen.

In Deutschland wird bei ordnungsgemäß geführten Mülldeponien das entstehende, so genannte Deponiegas abgefackelt beziehungsweise zur Energieerzeugung benutzt (Gasfassung). Anders verhält es sich bei illegalen Deponien, wie sie kürzlich in Sachsen-Anhalt und Brandenburg entdeckt wurden. Dort faulen die organischen Abfälle frei vor sich hin. Das entstehende Deponiegas kann ungehindert in die Atmosphäre entweichen. Neben der Schädigung des Klimas bestehen auch erhebliche Gefährdungspotenziale für den Menschen. So wurden in einer Tongrube in Möckern, Sachsen-Anhalt, in der illegal Hausmüll eingelagert wurde, Blausäure- und Schwefelwasserstoffemissionen festgestellt.

Zusätzlich besteht ein erhebliches Risiko durch Sickerwässer. Da bei illegalen Deponien keine sicheren Abdichtungen eingerichtet sind, ist eine Kontaminierung des Grundwassers mit hoch belastetem Deponiesickerwasser höchstwahrscheinlich.


Eine ähnliche Problematik findet sich bei den so genannten Zwischenlägern für Siedlungsabfälle. Seit dem Inkrafttreten der Abfallablagerungsverordnung im Jahre 2005, damals noch Technische Anleitung Siedlungsabfälle, darf Hausmüll oder hausmüllähnlicher Gewerbemüll nicht mehr unbehandelt deponiert werden. Da für die Behandlung oft die Kapazitäten fehlten und noch fehlen, wurde die bis zu einjährige Lagerung des unbehandelten Mülls von den Behörden erlaubt. Jedoch wurde diese Praxis oft missbraucht und manche dieser Läger bestehen schon mehreren Jahre. Gleichzeitig suchen andernorts ordnungsgemäß betriebene Entsorgungsanlagen nach zu verwertenden Abfällen. Es drängt sich hier der Verdacht auf, dass nach Art von Warentermingeschäften auf einen Anstieg der Entsorgungspreise gewartet wird.

Während dessen fault der dortige Müll vor sich hin und setzt erhebliche Mengen an Methan und CO2 frei. Derzeit werden etwa geschätzte 2 Millionen Tonnen Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle in Deutschland zwischengelagert.

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