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Blaues Gold im grünen Wald - Bis heute prägt Schiefer den Naturpark Frankenwald in vielerlei Hinsicht

12.03.200814:24 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Blaues Gold im grünen Wald - Bis heute prägt Schiefer den Naturpark Frankenwald in vielerlei Hinsicht
Traditionelles Schieferhaus im Naturpark Frankenwald
Traditionelles Schieferhaus im Naturpark Frankenwald

(openPR) Wer sich im Naturpark Frankenwald auf Entdeckungsreise begibt, wird sich dabei garantiert keinen Schiefer einziehen. Ganz im Gegenteil. Rund um den Schiefer gibt es im Norden Bayerns viel zu erkunden, denn das historische Abbaugebiet in der Region Ludwigsstadt befindet sich inmitten eines idyllischen Schiefergebirges.



Der Stein hat jedoch nicht nur die Landschaft geprägt, sondern auch die Architektur. Bis heute leuchten die grau-blau changierenden Schieferdächer und liebevoll verzierten Fassaden den Besuchern im Frankenwald entgegen, vor allem im Schieferdorf Steinbach an der Haide. Der Ort zeichnet sich nicht nur durch die Häuser aus, sondern auch durch deren Anordnung rund um den 1533 zum ersten Mal erwähnten Anger. Dieser diente den Bewohnern einst zur Zucht von Kräutern, um diese dann bis nach Thüringen zu verkaufen. Jedes Haus hatte seinen Anteil am gemeinsamen Pflanzbeet und die Steinbacher waren verpflichtet, sich die Pflege zu teilen. Bis heute ist dieser Anger das Schmuckstück des Schieferdorfes und darüber hinaus Nachrichtenbörse Nummer eins.

Wer mehr über den Schiefer und die Geschichte des mittlerweile wieder sehr modernen Steines erfahren möchte, dem sei ein Besuch im Schiefermuseum in Ludwigsstadt empfohlen. Was nämlich kaum noch jemand weiß: Es waren Schiefertafeln aus dem Frankenwald, auf denen einst die ganze Welt Lesen und Schreiben lernte. Hier wurden die Tafeln nicht nur mit lateinischem, sondern auch arabischem und kyrillischem Alphabet hergestellt und weltweit exportiert. Mitte des 19. Jahrhunderts, als immer mehr Menschen Zugang zum Bildungssystem erhielten, erreichte die Schiefertafelproduktion ihren Höhepunkt, fast drei Millionen Schreibtafeln verließen damals Jahr für Jahr den Frankenwald. So beeindruckend die Absatzzahlen, so hart waren aber auch die Bedingungen hinter den Kulissen, da viele Tafeln in Heimarbeit entstanden. Damals erhielt der Schiefer den Beinamen „Blaues Gold“, weil er den Menschen dieser an sich armen Gegend ein Zubrot ermöglichte. Das Schiefermuseum in Ludwigsstadt, das nicht nur die Entwicklung der Schiefertafelproduktion, sondern auch die Arbeit im Schieferbruch und in den Spalthütten zeigt, hat Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Nach dem Besuch des Museums bietet sich ein Spaziergang auf dem Schiefer-Erlebnispfad an, der auf 43 Kilometern unterschiedliche Stationen vom Schieferabbau bis zur Schieferbearbeitung miteinander verbindet. Ebenso grenzüberschreitend wie der Erlebnispfad ist auch die Thüringisch-Fränkische Schieferstraße, die kurz nach der Wiedervereinigung ins Leben gerufen wurde und im Zick-Zack-Kurs durch Bayern und das benachbarte Thüringen führt.

Auch das letzte aktive Schieferbergwerk Bayerns befindet sich im Frankenwald, der Stollen Lotharheil bei Geroldsgrün. Bis heute werden hier Dachschindeln abgebaut, da der Naturstein derzeit wieder eine Art Renaissance erlebt. Dabei wird das wärmespeichernde und robuste Material nicht nur im Außenbereich gerne eingesetzt, auch im Interiordesign gilt der über 300 Millionen Jahre alte Naturstein wieder als in. So können Besucher in Lotharheil unterschiedlichste blau-schwarze Accessoires für die Wohnung erstehen, von edlen Platztellern über Schreibtafeln bis hin zu ausgefallenem Schmuck.

Sogar beim Neubau des Wellness-Domes im Bayerischen Staatsbad Bad Steben spielte der Schiefer eine wichtige Rolle. Alle Becken, Böden und Wände wurden mit Schiefer gestaltet, dem Stein, den bereits die Römer als Baumaterial einsetzen. Doch nicht nur die Architekten durften sich über das Blaue Gold freuen, auch die Wellness-Gäste kommen in den Genuss einer besonderen Anwendung. Ähnlich der aus Asien stammenden Hot Stone Massage hilft auch die heiße Schieferstein-Massage bei der Heilung von Muskelbeschwerden und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Ein besonderer Vorteil des Schiefers ist die im Vergleich zu anderen Steinen deutlich längere Wärmespeicherung, die die Anwendung in Bad Steben zu einem besonderen Genuss macht.

Schiefer gestern und heute – so könnte man eine Reise auf den Spuren des Blauen Goldes bezeichnen. Neben all den Stellen, wo Schiefer bis heute genutzt wird, gibt es nämlich auch das Trogenbachtal bei Ludwigsstadt, wo der Schieferbruch bereits 1855 stillgelegt wurde. Seitdem erobert sich die Natur das Gelände zurück und so entwickelte sich das Tal zu einem der 100 schönsten bayerischen Geotope.

Der etwa 100.000 Hektar große Naturpark Frankenwald liegt auf halber Strecke zwischen Berlin und München. Weitere Informationen zu den Übernachtungsmöglichkeiten in der Region gibt es direkt unter www.frankenwald-tourismus.de oder über das Frankenwald Tourismus Service Center unter 0 180 5 – 366 398 (14 ct/min).

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