(openPR) Laut einer Studie der Uni Jena ist Ostdeutschland der bundesdeutschen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt einen Schritt voraus. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Focus“ in seiner Online-Ausgabe. Die Studie basiert unter anderem auf einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit, bei der für den Zeitraum von 1975 bis 2001 in einer Stichprobe 1,3 Millionen Menschen mit 20 Millionen Statusmeldungen erfasst wurden. Wie die Wissenschaftler der Uni Jena damit herausfanden, hat Ostdeutschland eine Vorreiterrolle inne, was Niedriglohn, Befristung und Subvention anbelangt. „Der Niedriglohnsektor und die Arbeitsplatzunsicherheit sind im Osten wesentlich größer als im Westen“, erklärt der Soziologe Christoph Köhler, Leiter des Projekts „Betriebliche Beschäftigungssysteme im ost-westdeutschen Vergleich“.
So liege der Osten bei den „schlechten“ Jobs deutschlandweit vorne; laut Köhler macht der Niedriglohnsektor mittlerweile fast ein Fünftel aller ostdeutschen Arbeitsplätze aus. Außerdem ist ein Zuwachs an kurzfristigen Beschäftigungsverhältnissen, Leiharbeit, und staatlich subventionierten Stellen zu registrieren. Allerdings seien die ostdeutschen Bundesländer den westdeutschen auch im demografischen Wandel um zehn Jahre voraus, was bessere Chancen für Hochschulabsolventen und Fachkräfte bedeute.
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