(openPR) Die Verlagerung spekulativen Kapitals aus den abstürzenden Aktien- in die boomenden Rohwarenmärkte treibt derzeit seltsame Blüten. Gestern wurde erneut eine frische Ölpreis-Rekordmarke gesetzt. Mit der realen Versorgungslage hat dies wenig zu tun. Die ist einwandfrei. Es wird ausreichend Rohöl gefördert, die OPEC verfügt sogar über erhebliche Förderreserven, die Vorratslage in den USA, dem wichtigsten Verbraucherland, ist unproblematisch, bei den Benzinvorräten sind seit 1994 nicht mehr so hohe Vorräte gemessen worden wie jetzt. Die Internationale Energie-Agentur reduziert ebenso wie die OPEC ihre Verbrauchsprognosen, die USA stürzen wegen ihrer Finanzkrise bisher trotz aggressiver Zinspolitik der US-Notenbank ungebremst in eine Rezession ab. Die Türkei hat ihren militärischen Ausflug in den Nordirak nach Einwänden des grossen Waffenbruders in Washington rasch beendet, die Versorgungslinien durch den Nordirak sind intakt. Gehört werden an den preistreibend eingestimmten Rohwarenbörsen aber nur negative Nachrichten. Z.B. Förderausfälle in Nigeria sowie schärfere UN-Sanktionen gegen den bisher ungestört an seinem Atomprogramm bastelnden Iran. Wenn Sie ausreichend Heizöl im Tank haben, um abzuwarten, bis der immer höher treibende Ölpreis-Spekulations-Ballon eine gehörige Portion Luft verliert, besteht je nach vorhandener Spekulationslust kein Handlungsbedarf. Die Hoffnung, dass dies in absehbarer Zeit passiert, ist aber derzeit dünn, zu gross sind die spekulativen Kapitalzuflüsse in die Rohwarenmärkte. Wenn Ihnen das Heizöl demnächst ausgeht, kommen Sie an einem teuren Ergänzungskauf kaum mehr vorbei.



















