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Forscher bestätigen - Freie Schulen sind unterfinanziert

(openPR) Steinbeis-Gutachten über Schülerkosten in Brandenburg veröffentlicht

Berlin. Erneut bestätigen renommierte Wissenschaftler die Ansicht des Bundesverbands Deutscher Privatschulen e.V. (VDP): Schulen in freier Trägerschaft bekommen in Deutschland keine ausreichende finanzielle Unterstützung vom Staat. Das Steinbeis-Transferzentrum für Wirtschaft- und Sozialmanagement Heidenheim hatte die jährlichen Kosten untersucht, die ein Schüler an staatlichen Schulen in Brandenburg verursacht. Das Ergebnis ähnelt den bereits aus zehn weiteren Bundesländern vorliegenden Gutachten: Auch in Brandenburg sind die tatsächlich anfallenden Schülerkosten weitaus höher als die Zahlen, die in den offiziellen Statistik angegeben werden. Dies wirkt sich negativ auf die Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft aus, da die staatliche Finanzhilfe nicht aufgrund der tatsächlichen, weitaus höheren Kosten ermittelt wird.



„Das aktuelle Gutachten aus Brandenburg überrascht uns nicht, belegt es doch einmal mehr unsere Auffassung, dass freie Schulen in den meisten Bundesländern finanziell immer noch nicht ausreichend ausgestattet sind“, kommentiert VDP-Präsident Michael Büchler die Veröffentlichung des Gutachtens. „Die staatliche Finanzhilfe ist jedoch notwendige Voraussetzung für sozial verträgliche Schulgelder und damit für die allgemeine Zugänglichkeit von Bildung.“ Es müsse gewährleistet werden, dass Eltern und Schüler aller sozialen Schichten frei zwischen den vorhandenen pädagogischen Angeboten an staatlichen und freien Schulen wählen könnten, und zwar unabhängig von der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit.

Obwohl freie Schulen wirtschaftlich arbeiten, benötigen sie zur Sicherstellung einer kostendeckenden Finanzierung eine ausreichende staatliche Unterstützung. Der verbleibende Rest der Kosten müsse über Schulgeld-Erhebungen finanziert werden, erläutert Büchler. Falle der Anteil der staatlichen Finanzhilfe zu gering aus, führe dies zur Notwendigkeit, höhere Schulgelder zu erheben – was oftmals zu einer starken finanziellen Belastung der Elternhäuser führe. „Dies widerspricht jedoch unserem Anspruch, gute Bildung auch allgemein zugänglich zu machen“, so Büchler. „Hier könnte ein verbessertes Berechnungs- und Finanzierungssystem helfen, die finanzielle Hürde für Eltern deutlich zu senken und es ihnen zu ermöglichen, dasjenige Schulmodell zu wählen, welches ihren individuellen Vorstellungen am besten entspricht.“

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