(openPR) Buchbesprechung: Manfred Korth – Nietzsches Vermächtnis und weitere unzeitgemäße Novellen
Der Novellenband „Nietzsches Vermächtnis“ vom mehrfachen Literaturpreisträger Dr. Manfred Korth enthält elf Geschichten, die an verschiedenen Orten wie Wien, Paris, Nürnberg oder am Bolsenasee spielen. Trotz sehr unterschiedlicher Protagonisten gilt für alle Novellen, dass psychologische Momente eine große Rolle spielen. Der Mensch im Spannungsfeld zwischen Individualität und Gesellschaft wird auf verschiedenen Ebenen durchleuchtet. Auch der Begriff „unzeitgemä? ist bewusst an Nietzsche angelehnt.
Korth stößt an, wird aber nicht anstößig, stellt Fragen zur Moral, ohne zu moralisieren – so öffnen sich im geschlossenen Handlungsstrang Interpretationsspielräume. Anders formuliert: Hier wird Philosophie unterhaltsam präsentiert und auf die persönliche Ebene transportiert, denn „Menschliches, Allzumenschliches“ – um kurz auf Nietzsche zu kommen, der in zwei Novellen näher skizziert wird – umfasst den Handlungsrahmen.
Kein Mensch kann unabhängig von Gesellschaft und Gemeinschaft betrachtet werden. Korth nennt dies „Soziale Schwerkraft“ und genau hierum kreisen die Erzählungen wie Planeten – angezogen von Liebe, Anerkennung, Werten und das Ringen um Freiheit. Also kein Buch über den Philosophen Nietzsche, sondern ein Band, in dem Fragen aus der Philosophie, Soziologie und Psychologie einfließen. Manche Geschichten sind lustig, andere nachdenklich, wieder andere skurril – kurzweilig sind sie alle elf.
240 Seiten
Taschenbuch
ISBN: 9783938719605
12,50 Euro













