(openPR) Das Buch „Abiball“ bietet einen unverstellten Blick in die Liebe der aufwachsenden Generation. Dort gleicht das soziale Leben einem Biotop, in dem sich verschiedenste Spezies auf engstem Raum tummeln. Da gibt es Fußballercliquen, deren Freundinnen immer mindestens drei Jahre jünger sind, EMOs, die sich nur schwarz kleiden und Schulstunden damit verbringen, traurige Gedichte in ihre Blöcke zu kritzeln, oder HipHoper, die sich in ihren behüteten Jugendzimmern wie Gangster fühlen und jungfräulich Lieder über Gangbang konsumieren. Es gibt auch normale, die durch nichts groß auffallen, außer dadurch, dass sie häufig am uncoolsten sind. Es ist eine Jugend, die in Schüchterne und Player zweigeteilt scheint und sich immer wieder in einem Wechsel aus gefühlter Unzulänglichkeit und Unfehlbarkeit verliert.
Auf süffisante Weise erzählt Abiball wie und mit welchem Erfolg die Platzhirsche der einzelnen Gruppierungen um die Aufmerksamkeit beim anderen Geschlecht buhlen. Dabei ist die Geschichte wechselseitig aus zwei Perspektiven erzählt. Von Noelle der unangefochtenen Stufenschönheit, die von dem Balztum um sie herum reichlich gelangweilt ist und Arne, dessen Geschichte damit beginnt, dass er von seiner drei Jahre jüngeren Freundin verlassen wird. Der Roman beschreibt nun im flotten Schreibstil die Wochen um das Abitur, den schriftlichen Prüfungen folgen die mündlichen, der Abigag, die Abifeier und schließlich der Abiball. Gleichzeitig versucht Arne entgegen aller sozialhierarchischen Konventionen eines Landschulhofs in immer neuen Angriffschüben die Aufmerksamkeit der schönen Noelle zu erobern. Dabei scheint er umso erfolgreicher zu sein, je ungewöhnlicher die Methoden ausfallen, die er wählt.











