(openPR) Vom 4. April bis 29. Juni 2008 wird das Fotomuseum Den Haag mit dem GEM Museum voor Actuele Kunst die Werkschau Michael Najjar – Augmented Realities, Werke 1997 – 2008 zum bisherigen künstlerischen Schaffen von Michael Najjar zeigen. Kuratiert wird die Ausstellung vom Direktor des Fotomuseums Den Haag, Wim van Sinderen. Die Vernissage dazu findet am 4. April 2008 um 20.00 Uhr in den Räumen beider Museen statt.
Nachdem Arbeiten von Michael Najjar in den vergangenen Jahren weltweit, u.a. auf der Biennale in Venedig, dem International Design Forum in Dubai, der Biennale von Havanna, der Paris Photo, dem Noorderlicht Photofestival oder in Galerieschauen in New York und Santander zu sehen waren, bietet Michael Najjar – Augmented Realities (erweiterte Realitäten), Werke 1997 – 2008 erstmals Gelegenheit, sich auf über 800 qm einen umfassenden Überblick über die Arbeiten und die Entwicklung des 41-jährigen Berliner Medienkünstlers zu verschaffen. Gezeigt werden Najjars Werkgruppen "bionic angel" (2006 – 2007), "netropolis" (2003 – 2006), "information and apocalypse" (2003), "no memory access" (2001 – 2005), "japanese style" (1999/2000), "nexus project part I" (1999/2000) sowie
"¡viva fidel! – reise in die absurdität" (1997).
Fotomuseum Den Haag / GEM Museum voor Actuele Kunst
Stadhouderslaan 43
NL-2517 HV Den Haag
Tel: +31 (0)70 - 33 811 44 / +31 (0)70 - 33 811 33
www.fotomuseumdenhaag.nl / www.gem-online.com
Geöffnet von Dienstag bis Sonntag, 12.00 bis 20.00 Uhr
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Über das Unternehmen
Zentrales Thema der künstlerischen Arbeit von Michael Najjar ist die nach Vilém Flusser benannte telematische Gesellschaft. Im Zentrum stehen die Charakteristika einer durch Computer- und Informationstechnologie gesteuerten Lebensform.
Najjars Arbeiten sind als ineinander greifende Werkgruppen konzipiert. Sie reflektieren gegenwärtige Entwicklungen und entwerfen Visionen und Utopien zukünftiger Gesellschaftsstrukturen, die sich unter dem Einfluss neuer Technologien herausbilden. Zukunftsprojektionen setzen alte Wahrnehmungsgewohnheiten außer Kraft und unbekannte Sichtweisen ins Werk. Die Utopien Najjars und aktuelle gesellschaftliche Wirklichkeiten bedingen sich häufig gegenseitig – unmittelbar oder in der Umkehrung.
Ziel seiner künstlerischen Arbeit ist der Entwurf von Fiktionen auf der Grundlage medizinischer, wissenschaftlicher und technischer Innovationen. Die Arbeiten sind Realitätskonstruktionen, die einer immer komplexer werdenden Wirklichkeit gerecht werden wollen.
Die Verknüpfung von realistischen Elementen, fiktiver Realität und Fiktion sind wiederkehrende Merkmale der Fotografien und Videoarbeiten in Najjars thematisch gefassten Werkgruppen. Basis seiner Arbeit bilden Simulation und Hyperrealität. Unterschiedliche analoge, digitale und Computer generierte Bildelemente verschmelzen in der digitalen Montage zu neuen Bildschöpfungen. Feststellung und Behauptung, Darstellung und Imagination werden in einem Bild vereint. Der fotografische Apparat und die Computer gestützte Bildbearbeitung sind in seinem künstlerischen Schöpfungsprozess gleichwertige Gestaltungsmittel. In einem Zeitalter exponentieller Beschleunigung und Veränderung versucht Najjar das Mögliche im Wirklichen zu erkunden (www.michaelnajjar.com).