(openPR) Najjar 2007 zum vierten Mal mit »bitforms gallery« aus New York auf der ARCO Madrid
Berlin. Der Medienkünstler Michael Najjar wird auch 2007 wieder auf der ARCO ’07 in Madrid vertreten sein. Vom 15. bis 19. Februar 2007 präsentiert bitforms gallery aus New York am Stand 9F198 u.a. Arbeiten von U-Ram Choe, Michael Joaquin Grey, Rafael Lozano-Hemmer, Mark Napier, Lincoln Schatz und Michael Najjar (www.bitforms.com).
Von Michael Najjar werden Arbeiten aus der Werkgruppe bionic angel (2006) gezeigt, u.a. laokoon und danaë. Ausgangspunkt von bionic angel ist die Wandlung und die zukünftige technologische Steuerung der menschlichen Evolution. Die gegenwärtigen Entwicklungen im Bereich der Genetik, Robotik, Informations- und Nanotechnologie führen die gesamte menschliche Spezie in eine völlig neue Existenzform.
Diese zielen zunächst auf die Verbesserung der "human performance". Menschen werden genetisch konstruierbar oder als Klonkörper zum Organersatzteillager. Die Nanotechnolo-gie ermöglicht völlig neue Körper durch Manipulation der bisherigen atomaren Strukturen, die die alten an Robustheit, Elastizität und Haltbarkeit um ein Vielfaches übertreffen. Eine Steuerung der biologischen Evolution auf der Basis genetischer Algorithmen und neuronaler Netze wird durch die Anpassung an die Geschwindigkeit von Datennetzen ermöglicht.
Mit Rekurs auf das ideale Menschenbild der antiken griechischen Kunst und Mythologie, wird in bionic angel zugleich auch die Kunst der italienischen Renaissance thematisiert. Sie adaptierte das antike Ideal als vollkommenes Abbild für die radikalen Veränderungen in Bezug auf das Verhältnis von Körper, Geist, Religion und Wissenschaft.
Orientiert an den Idealen aus Antike und Renaissance verweist bionic angel auf Ovids Metamorphose. In Szenarien von sich verwandelnden Kreaturen drückt sie die Unvermeidbarkeit der genetischen Selbstschöpfung in der Zukunft der Menschheit aus. Dabei wird die Verwandlung zur Leitmetapher für die (technologische) Transformation des menschlichen Körpers in seine zukünftige Existenz. Es stellt sich die Frage, inwieweit diese Daseinsform posthuman und möglicherweise unsterblich ist (www.michaelnajjar.com).
Die ARCO in Madrid zählt zu den bedeutendsten internationalen Kunstmessen und zieht jährlich 200.000 Besucher in ihren Bann. Seit 26 Jahren werden in Madrid neben Ausstel-lungen auch hochkarätige Vorlesungen angeboten werden, z.B. von Roberta Bosco, spani-sche Kuratorin und Kunstkritikerin, Mark Nash, Leiter der Abteilung für zeitgenössische Kunst am Royal College of Art, London, oder Liam Gillick, Künstler und Autor aus New York und vielen anderen. Diesjähriges Gastland ist Korea. 2007 stellen über 250 Galerien aus. Zu sehen sind Gemälde, Skulpturen, Installationen, Photographien sowie Video- und New Media Art (www.arco.ifema.es)
Michael Najjar wird am 13. und 14. Februar am Stand 9F198 für Gespräche zur Verfügung stehen. Anfragen bitte an com berlin.Agentur für Communication.












