(openPR) Die Kandidatenkür in der US-Präsidentschaftswahl im Herbst 2008 hat gezeigt, dass der Wahlkampf im Web 2.0 angekommen ist. Youtube, Myspace und Facebook sind in den USA mittlerweile zu beliebten Wahlkampfmedien geworden. Die politische Meinungsbildung hat damit auch Einzug in die Kanäle der nutzergenerierten Medien gehalten. Auch in Deutschland entdecken sowohl Wähler als auch Parteien den hohen Nutzen dieser neuen Kommunikationskanäle zur Meinungsbildung bzw. Selbstdarstellung. Die ethority nahm dieses zum Anlass den Online Buzz im Wahlkampf zur Hamburger Bürgerschaft zu messen. Dabei konnte ethority analysieren, welche Kandidaten den stärksten Buzz in Online-Foren und Weblogs auf sich vereinen konnten und über welche Themen im Wahlkampf in Hamburg am heißesten diskutiert wird. Für diese Analyse wurden rund 1000 unbeeinflusste Wählermeinungen erhoben und ausgewertet.
Ole von Beust und Michael Naumann sind die Buzz-Generatoren in Online-Foren und Weblogs im Wahlkampf um die Hamburger Bürgerschaft. Eine Überraschung ist der Anteil des Buzz der sich auf den Kandidaten Dr. Roger Kusch, von der Partei HeimatHamburg, vereint. Bei dem FDP Kandidaten fällt auf, dass die Blogger häufig die verunglückte Viralkampagne von Hinnerk Fock thematisieren. Der Spitzenkandidat der DVU wird bei Bloggern als auch in Online-Foren relativ stark diskutiert.
Die Topthemen des Wahlkampfs in Hamburg sind nach Meinung der Nutzer des Web 2.0 die Wirtschaftspolitik, Kriminalität, Kinder & Soziales sowie die Energiepolitik. Dabei sind für die Blogger besonders energiepolitische Themen wichtig, gefolgt von der Sozialpolitik und an dritter Stelle Wirtschaftspolitik. In den Foren ist das Thema Nr. 1 Kinder & Soziales, gefolgt von Wirtschaftpolitik und Kriminalität.
Sicherlich ist Deutschland noch ein ganzes Stück davon entfernt ein Wahlkampf 2.0 wie in den USA zu führen. Doch wie die Analyse zeigt, sind die neuen Kommunikationskanäle ein Ort zur politischen Meinungsbildung geworden. Neben den Wählern, die sich aktiv im Netz beteiligen, versuchen auch die Parteien sich immer mehr auf dem virtuellen Terrain zu bewegen. Gute Beispiele hierfür sind das Portal kandiatenwatch.de, der IPTV Auftritt des CDU Kandidaten Ole von Beust oder die Viral Kampagne der FDP für diesen Wahlkampf.
Diese Analyse bezieht sich ausschließlich auf Beiträge, die in nutzergenerierten Medien wie Online Foren, Weblogs, Communities, Newsgroups, Kommentaren und auf Presseseiten verfasst wurden. Die Auswertung der erhoben Grundgesamtheit wird dann zuerst durch eine spezielle Hardware durchgeführt und schließlich durch Markforschungsexperten final ausgewertet.











