(openPR) Sanfter Gleichstrom zerstört Krebszellen – Elektrochemische Therapie bei einigen Tumor-Arten erfolgreich
Eine ausgesprochen schonende Behandlung mit keinerlei Nebenwirkungen verspricht die Elektrochemische Tumor-Therapie, auch BET/ECT genannt (BET = Bio-Elektro-Therapie, ECT = Electro Cancer Therapy). Schon seit dem 18. Jahrhundert wird schwacher Strom bei der Heilung von Krankheiten eingesetzt. Der italienische Arzt und Biophysiker Luigi Galvani war einer ersten auf diesem Gebiet – daher auch die Bezeichnung Galvanotherapie.
In der Krebs-Therapie wird eine Besonderheit der Tumor-Zellen ausgenutzt: „sie leiten den Strom besser als gesundes Gewebe“, weiß Dr. med. Peter Wolf aus Hannover. Bei der Behandlung wird der Tumor mit flachen Elektroden belegt. Lokal begrenzt fließt durch diese leichter Gleichstrom, das Tumor-Gewebe wird unter Strom gesetzt. Der durchfließende Gleichstrom verändert den pH-Wert der Zellen, ihre Membranen werden dadurch zerstört. Der Tumor stirbt ab. Sitzt der Krebstumor, wie bei Hautkrebs, an der Oberfläche, wird er vom Körper abgestoßen. Im Inneren des Körpers sorgen körpereigene Fresszellen für den Abtransport der abgestorbenen Zellen.
„Das Gute an dieser Form der Behandlung ist, dass die zellzerstörenden Effekte ausschließlich im Tumor-Gewebe wirken“, erläutert Dr. Wolf, „betroffene Organe, sowie das angrenzende Gewebe, werden nicht verletzt“. Seit über 20 Jahren leitet der Spezialist seine Praxis in Hannover mit dem Schwerpunkt Komplementäre Onkologie. „Eine positive Nebenwirkung dieser Krebstherapie ist außerdem die Aktivierung des Immunsystems, da bei der Prozedur Tumor-Antigene freigesetzt werden. Diese Antigene locken weitere Immunzellen an, die den Abbau der Krebszellen weiter beschleunigen.“
Die Therapie wird in der Regel ambulant durchgeführt und dauert zwischen ein und drei Stunden. Der Patient wird während der gesamten Behandlungszeit ständig überwacht, der Therapieverlauf erfolgt computergesteuert. Schmerzen verspürt der Patient nicht, nur ein leichtes Kribbeln ist in Einzelfällen festzustellen. Nebenwirkungen sind bis jetzt keine festgestellt worden. Nach der Behandlung kann der Patient eigenständig nach Hause gehen.
„Um die BET/ECT erfolgreich einsetzen zu können, muss der behandelnde Arzt mit den grundlegenden elektrischen Zusammenhängen vertraut sein, die im Körper stattfinden“, sagt Dr. Wolf. Nur dann könne man erkennen, ob eine Behandlung erfolgreich ist und durchgeführt werden kann. Zur Therapieanwendung ist also eine entsprechende Schulung notwendig. „Gerne bieten wir Ihnen die BET/ECT in unserer Praxis unter der Aufsicht geschulter Mitarbeiter an", sagt der 64-Jährige.
Besonders gut geeignet ist die BET/ECT für oberflächliche oder tiefergelegene, mit einer Nadelelektrode zu erreichende Tumorarten, die nicht operabel sind. Dazu gehören: Mammakarzinome, Hautkarzinome (Basaliome, Spinaliome, Melanome), Hautmetastasen, Weichteiltumore, Organmetastasen. Nicht behandelt werden können Tumore und Metastasen an kritischen Körperteilen wie: Herz, Hirn, Auge, Knochen, Wirbel, Gebärmutter, Niere, Harnleiter und -blase eben so wenig sowie Leukämie, Morbus-Hodgkin, Aktive Autoimmunkrankheiten, schwere, Herz-, Nierenkrankheit, Schwangere sowie stillende Frauen und Kleinkinder.
Mehr Informationen unter: www.galvanotherapie-hannover.de









