(openPR) CDU-Sozialpolitiker Michael Panse zu "Kindergipfel" und Kindstötung in Gera
Ein gut ausgebautes Netz von Hilfsangeboten, Informationskampagnen und verbindlicheren Früherkennungsuntersuchungen - das sind für den sozialpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Michael Panse, die wichtigsten Säulen eines optimalen Kinder- und Jugendschutzes. "Dabei ist aber immer zu bedenken: Staatliche Maßnahmen können nur flankieren. Sie können aber nicht die letzte Verantwortung der Eltern ersetzen", so der CDU-Sozialpolitiker zum heutigen "Kindergipfel" mit Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten.
Panse begrüßte es, "dass sich nun immer mehr Politiker auf allen Entscheidungsebenen für verbindlichere Vorsorgeuntersuchungen einsetzen. Thüringen wird in Anlehnung an das saarländische Modell dazu zu Beginn des kommenden Jahres eine gesetzliche Regelung treffen. Diese Gesetzesvorlage basiert auf einmütige Beschlusslage des Thüringer Landtages". Dennoch könnten alle Maßnahmen des Kinderschutzes leider keinen absoluten Schutz bieten. "Es bleibt dabei, an allererster Stelle muss die Elternverantwortung stehen", so Panse und bezog sich dabei auch auf den tragischen Tod eines sechs Wochen alten Babys in Gera.
Zentraler Punkt sei immer die Information der Eltern über das umfängliche Netz an bestehenden Hilfsangeboten. Als zweiten wichtigen Punkt nannte der CDU-Politiker die konkrete Hilfe. "Das ist für uns insbesondere die Frage der ausführenden Familienhilfe durch die Familienhebammen, die wir noch stärker etablieren wollen", sagte Panse. Er kritisierte dabei die rechtliche Unsicherheit, die bei der Finanzierung des Einsatzes der Familienhebammen noch bestehe. Panse sieht die Kommunen in der Pflicht, "weil es sich unstrittig um eine örtliche Sozialhilfeleistung handelt, die möglicherweise später notwendige Hilfen zur Erziehung vermeiden kann.
Panse warnte vor einer zu hohen Erwartungshaltung an die Politik. "Die Probleme kann nur die Gesellschaft insgesamt lösen. Deswegen sehe ich auch die Debatte um Kinderrechte in der Verfassung eher als eine Alibidiskussion. Viel wichtiger ist für mich die Frage, wie wir Eltern informieren und helfen und optimale Netzwerke schaffen", so der CDU-Politiker abschließend.












