(openPR) Frankfurt/Main - Die Piratenpartei tritt erstmals im Januar 2008 zu einer Wahl in Deutschland an. Nach der Zulassung durch den Wahlleiter sehen sich die hessischen PIRATEN als die parlamentarische Alternative für die Landtagswahl 2008. Sie fordern die konsequente Einhaltung der Verfassung, setzen sich gegen Überwachung der Bürger und dabei für mehr Transparenz der staatlichen Organe ein und begreifen Bildung als Grundrecht und wichtige Anforderung für heutige und zukünftige Generationen.
Die Landesliste umfasst die Piraten Thorsten Wirth (Landesvorsitzender, Frankfurt), Juergen Erkmann (stellvertretender Vorsitzender, Frankfurt), Stefan Hermes (politischer Geschäftsführer, Hattersheim), Karin Dambier (Schatzmeisterin, Mörlenbach), Peter Dambier (Generalsekretär, Mörlenbach), Dirk Roth (Niedernhausen) und Simon Klages (Langen).
Gegenwärtig werden für die Wissens- und Informationsgesellschaft weichenstellende Entscheidungen von Politikern getroffen, deren Wurzeln in einer überholten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung liegen. Im digitalen Zeitalter erhöht sich die Vernetzung der Interessensgruppen, beschleunigt sich die Globalisierung und rückt das Gut "Information" nun auch messbar in den Mittelpunkt wirtschaftlichen Handelns - den daraus resultierenden Herausforderungen begegnet die deutsche Politik mit veralteten Handlungsmustern.
Die Gesetzgebungsverfahren der letzten Monate haben immer wieder gezeigt: Stellungnahmen, Empfehlungen und Gutachten von Experten aller Bereiche werden konsequent ignoriert. Verfassungsrechtlich bedenklich sind die Umsetzung des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung, die Neufassung des hessischen Polizeigesetzes sowie die einheitliche Steuernummer, weitere bedenkliche Gesetzesentwürfe sind in Vorbereitung.
Die Piratenpartei stellt sich zur Wahl, um Hessen verantwortungsvoll und mit ihrer soliden Basis im Bildungssektor und den Informationstechnologien auf dem Weg in die Wissens- und Informationsgesellschaft zu begleiten.
Die katastrophalen Entwicklungen in der hessischen Bildungsspolitik in Form von Unterrichtsgarantie Plus, der Verkürzung der Sekundarstufe II und der Einführung von Studiengebühren kommen einem Offenbarungseid gleich und müssen zugunsten wegweisender Konzepte korrigiert werden. Um Hessen führend im Bildungswesen zu machen und für die zukünftigen Anforderungen vorzubereiten, ist es erforderlich, mehr in qualifizierte Bildung zu investieren. Neuartige Konzepte für Kindergarten und Schule, die in anderen Ländern schon erfolgreich umgesetzt sind, müssen Eingang in unser Bildungssystem finden. Die Studiengebühren müssen zurückgenommen und die Medienkompetenz gestärkt werden. Auch die Reformierung von Urheber- und Patentrecht sowie der freie Zugang zu Wissen und Kultur stellen wichtige Bestandteile des politischen Programms der PIRATEN dar.
Immer wichtiger wird für viele Hessen das Thema "informationelle Selbstbestimmung", nicht nur in Bezug auf die Vorratsdatenspeicherung. Schullaufbahnen lückenlos in der Lehrer- und Schülerdatenbank (LuSD) zu protokollieren, hat bereits Proteste herausgefordert, gegen die verdachtsunabhängige, automatische KFZ-Kennzeichenerfassung läuft bereits ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht. Die Piratenpartei steht für eine Politik, die sich ohne Einschränkung an die Verfassung hält und die Privatsphäre der Bürger respektiert und zu stärken sucht.
- PIRATEN Deutschland -
Die Piratenpartei Deutschland tritt ein für die Einschränkung der Überwachung durch Staat und Wirtschaft, die informationelle Selbstbestimmung des Bürgers, die Öffentlichkeit aller staatlichen Handlungen, die Förderung der Informationskultur und die Reform des Urheberrechts zur fruchtbaren Verbreitung von Wissen und Kultur. Themen sind außerdem die Verhinderung von Patenten auf Lebewesen und Gene sowie auf Geschäftsideen und Software, unvoreingenommene Haltung gegenüber digitalen Spielen, freier Zugriff auf Wissen und Werke staatlich finanzierter Quellen sowie die Verwendung freier und offener Standards in öffentlichen Einrichtungen.
- PIRATEN International -
Wie ein Lauffeuer ging die aus der Kultur des Internets entstandene Piratenbewegung um die ganze Welt. Die im Jahr 2005 gegründete schwedische Piratenpartei hat bereits mehr Mitglieder als die schwedischen Grünen und konnte 2006 bei der Wahl zum Riksdag 35.000 Stimmen für sich gewinnen. Von dort ausgehend gibt es inzwischen in mehr als 20 Ländern aktive Piraten, die Piratenpartei Deutschland besteht seit September 2006.
Weitere Informationen zur den hessischen PIRATEN finden Sie im Internet unter: www.piratenpartei-hessen.de.
Piratenpartei Deutschland Landesverband Hessen
Jürgen Erkmann
Postfach 900502
60445 Frankfurt / Main
j.erkmann [ a t ] piratenpartei-hessen.de
Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) beschäftigt sich mit den entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts. Die Politik ist Ideen- und Inhaltslos geworden und erweckt bei Herausforderungen einen hilflosen Eindruck. Sie muss sich der Desinformation bedienen um verfassungs- und datenschutzrechtlich bedenkliche Maßnahmen durchzusetzen. Die Volksparteien in Deutschland streben zielgerichtet danach den gläsernen Bürger zu schaffen. Von Bundestrojaner und Rasterfahndung, über Vorratsdatenspeicherung, einheitliche Steuer-ID und Schüler-ID und der Anti-Terror-Datei bis hin zur angeblich freiwilligen elektronischen Gesundheitskarte wird überall an der Durchsichtigkeit der Bürger gearbeitet. Diese Maßnahmen sind bereits Fakt, schon beschlossen oder werden vorangetrieben.
Der uralte Traum, alles Wissen und alle Kultur der Menschheit zusammenzutragen und heute und in der Zukunft verfügbar zu machen, ist durch die rasante technische Entwicklung in greifbare Nähe gerückt. Die derzeitigen Bedingungen des Urheberrechts beschränken jedoch das Potential der aktuellen Entwicklung, da sie auf veraltetem Verständnis von sogenanntem "geistigem Eigentum" basieren, welches der angestrebten Wissens- oder Informationsgesellschaft entgegen steht.




















