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Erste Meilensteine, Ko-RFID: "Kosten-/ Nutzenaufteilung und die Rolle von Logistikdienstleistern"

Bild: Erste Meilensteine, Ko-RFID: "Kosten-/ Nutzenaufteilung und die Rolle von Logistikdienstleistern"

(openPR) Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Forschungszentrums Ko-RFID (Effiziente Kollaboration in RFID-gestützten Wertschöpfungsnetzen) arbeiten mehrere Forschungsinstitutionen und Unternehmen an der Evaluierung des Einsatzes der RFID-Technologie in unternehmensübergreifenden Netzwerken zusammen. Unter Beteiligung der Lehrstühle für Wirtschaftsin-formatik der Humboldt-Universität zu Berlin und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, dem Bereich Logistik der TU Berlin sowie den Praxispartnern GERRY WEBER International AG, Gustav Wellmann GmbH & Co. KG, Daimler AG und SAP AG wird in insgesamt acht Teilprojekten die RFID-Technologie unter verschiedenen ökonomischen und technischen Gesichtspunkten untersucht.


Teilprojekt 2 beschäftigt sich in einer ersten Etappe mit der Frage, welche Nutzenpotenziale durch RFID zu heben sind und wie die durch den Einsatz der RFID-Technologie entstehenden Kosten und Nutzen unternehmensübergreifend aufgeteilt werden können. Beide Meilensteine wurden durch abgeschlossene Forschungsarbeiten zu den Themen Cost-Benefit-Sharing (a) und RFID-Nutzenklassifikation (b) er-reicht. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

(a) Der Ausgestaltung eines Cost-Benefit-Sharings kommt bei dem Aufbau von RFID-Netzwerkanwendungen eine entscheidende Rolle zu. Die Autoren schlagen hierfür ein Drei-Stufen-Modell vor, welches die Antwort darauf gibt, welche Partei-en beteiligt werden, nach welchen Kriterien die Höhe des Ausgleichs zu berech-nen ist und in welcher Form die Leistung zu erbringen ist. Hierbei ist die Position der einzelnen Akteure im Netzwerk sowie in der RFID-Anwendung an sich von großer Bedeutung. Aufgrund der individuellen Ausgestaltung von Netzwerken und der Vielzahl denkbarer Konstellationen ist die Formulierung einer Normstrategie nicht praktikabel. Die Ermittlung der Kosten-Nutzen-Allokation auf die Einzelnen ist mitunter schwierig, wodurch die Berechnung der Ausgleichsleistungen er-schwert wird. Bei der Wahl der Ausgleichsart sind immaterielle Leistungen auf-grund der Bilanzneutralität am einfachsten in den Unternehmen durchzusetzen, wodurch sie sich vor allem in der Initiierungsphase einer Zusammenarbeit eignen.

(b) Grundsätzlich lässt sich der durch RFID resultierende Nutzen in Automatisie-rungs- und Informationsnutzen unterscheiden. Ersterer liegt insbesondere in der Einsparung manueller Tätigkeiten (u. a. Suchen und Zählen von Waren) sowie in der Beschleunigung administrativer Begleitprozesse (bspw. Erstellung von Liefer-scheinen oder Inventurprotokollen) begründet. Der Informationsnutzen hingegen stellt auf die zeitnahere und genauere Informationsversorgung der Prozessver-antwortlichen ab, was zur Optimierung von Entscheidungen genutzt werden kann. Im Falle des Informationsnutzens kann es jedoch zu Anreizproblemen kommen, da dieser nicht unbedingt an dem Ort auftritt, an dem die Kosten der Informati-onserhebung entstehen. Eine weitere Problematik bei dieser Nutzenkategorie be-steht darin, dass der Informationsnutzen nur schwer erfassbar ist – im Gegensatz zum Automatisierungsnutzen, der mittels existierender „RFID-Kalkulatoren“ leicht zu erheben ist.
Das Forschungsteam wird sich als Nächstes unter anderem mit zukünftigen Ge-schäftsmodellen, die durch Nutzung der RFID-Technologie entstehen könnten, be-schäftigen.

Kontakt:

Dr. Gerrit Tamm
Geschäftsführer Ko-RFID – Kollaboration und RFID

Institut für Wirtschaftsinformatik
Humboldt-Universität zu Berlin
Spandauer Str. 1, 10178 Berlin
Telefon: +49(0)30/2093 5662
Fax: +49(0)30/2093 5741
E-Mail: E-Mail
Internet: ko-rfid.hu-berlin.de

Pressekontakt Julia Gusman
Telefon: 030 2437-5279
E-Mail: E-Mail

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