(openPR) Aletheia ermöglicht durch den Einsatz semantischer Technologien Zugriff auf umfassende Produktinformationen. Die Humboldt-Universität zu Berlin ist mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik an diesem Leuchtturmprojekt beteiligt. Aletheia ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Leitinnovation, die Konsortialführung liegt bei SAP Research, SAP AG.
Die Anforderungen an die Verwaltung von Produktinformationen sind gestiegen. Der Ansatz von Aletheia reicht über die Fähigkeiten gegenwärtiger Systeme zur Verwaltung produktbezogener Informationen (Product Lifecycle Management Systeme) weit hinaus. Sämtliche produktbezogenen Informationen - über die Lieferkette und den
Produktlebenszyklus hinweg – werden durch das Aletheia - System mit Informationen aus betrieblichen Geschäfts- und Büroanwendungen, dem Internet und intelligenten Gütern verknüpft. Um die heterogenen Informationsquellen nutzbar zu machen, durchlaufen sie neben der rein technischen Integration eine semantische Föderation und Harmonisierung. Aletheia schafft so eine umfassende Informationsbasis – verwertbar für eine Reihe von Geschäftsprozessen und wertvoll für Verbraucher, Dienstleistungsanbieter und Hersteller.
Projektbeteiligung der Humboldt-Universität
Die Humboldt-Universität zu Berlin ist mit dem Institut für 'Wirtschaftsinformatik' (Prof. Günther) und dem Fachgebiet ‚Rechnerorganisation und Kommunikation’ (Prof. Malek) am Projekt beteiligt. Die beiden Lehrstühle zeichnen sich durch ihre besondere Anwendungsorientiertheit aus, was sich u.a. in der Arbeit des gemeinsam betriebenen Berliner Forschungszentrums Internetökonomie (iö-Projekt ‚InterVal’) niedergeschlagen hat.
Der Lehrstuhl von Prof. Günther ist besonders für seine wissenschaftliche Tätigkeit im Bereich des ‚Internet of Things’ bekannt, mit Schwerpunkt auf Fragen der IT-Sicherheit, Privatsphäre sowie Nachhaltigkeit (Technikfolgen). Seit 2006 leitet das Institut ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördertes Verbundprojekt namens „Ko-RFID“ zur Frage des Einsatzes von RFID-Funkchips in Wertschöpfungsnetzen. Die dort erzielten Ergebnisse bilden eine wichtige Arbeitsgrundlage für die in Aletheia geplanten Forschungsarbeiten.
Der Lehrstuhl „Rechnerorganisation und Kommunikation“ unter der Leitung von Prof. Dr. Miroslaw Malek beschäftigt sich mit der Architektur von Computersystemen, dabei insbesondere mit (drahtloser) Kommunikation. Für Aletheia relevant sind Ortungstechnologien und ihre Integration in ortsbasierte Informationssysteme auf Grundlage von Web Services und XML.
Projekthintergrund
Aletheia wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Zeitraum 2008-2011 mit insgesamt sieben Millionen Euro gefördert. Aletheia ist ein Verbundprojekt, das die Forschungsschwerpunkte verschiedener Universitäten und in diesem Feld aktiver Unternehmen bündelt. Projektpartner sind die Humboldt-Universität zu Berlin, die Freie Universität Berlin, die Technische Universität Dresden, sowie folgende Praxispartner: ABB, BMW Group, Deutsche Post World Net, EURO-LOG AG, Fraunhofer-Institut IIS, Giesecke & Devrient, ontoprise GmbH., Otto GmbH & Co. KG, TECO und SAP AG.










