(openPR) Ein Verfahren zur emissionsfreien Verfestigung von Teppichen, eine Paste zur Wärmedämmung und zum Brandschutz an Industrieanlagen, ein biochemischer Prozess zur Optimierung des Pflanzenwachstums: Das sind die ersten drei Sieger des Forschungs- und Innovationspreises, den die IHK Mittlerer Niederrhein jetzt zum vierten Mal verliehen hat.
„Innovationen vom Niederrhein“ präsentierten sich in der Neusser Eventhalle gleich serienweise. Die IHK, die den Preis gemeinsam mit der Kreditwirtschaft der Region ausschreibt, hatte die ersten zehn Preisträger und weitere Teilnehmer eingeladen, ihre Entwicklungen und Erfindungen vorzustellen.
Beim Forschungs- und Innovationspreis hatten sich in diesem Jahr 45 kleine und mittlere Unternehmen aus dem IHK-Bezirk beteiligt. IHK-Präsident Wilhelm Werhahn würdigte das anhaltend hohe Interesse an dem Preis und bescheinigte den Unternehmen, erneut eindrucksvoll das Innovationspotenzial dieser Region bewiesen zu haben. „Einfallsreichtum, kreatives Denken und Leidenschaft sind die wesentlichen Motoren des Fortschritts und der wirtschaftlichen Entwicklung“, stellte der IHK-Präsident fest.
Die Bedeutung der mittelständischen Innovationskraft unterstrich auch Nordrhein-Westfalens Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. „Wir brauchen die kleinen und mittleren Unternehmen, wenn Nordrhein-Westfalen bis 2015 Innovationsland Nr. 1 werden soll“, so der Minister, der auch der Jury für den Forschungs- und Innovationspreis 2007 angehörte. Pinkwart sagte, er wolle den Mittelstand für höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung gewinnen. Die Landesregierung stelle in den kommenden fünf Jahren 50 Millionen Euro bereit, um mehr und bessere Kooperationen zwischen der Wissenschaft und der mittelständischen Wirtschaft zu fördern.
Den ersten Platz, dotiert mit 5.000 Euro, sprach die Jury der Firma maltzahn carpets GmbH in Kempen zu. Das Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Teppichware nicht mehr verklebt, sondern durch Hochtemperatur-Pressung verfestigt wird. Erste Automobilhersteller verwenden bereits die neuen, emissionsfreien Teppichböden, weitere Produzenten haben ihr Interesse angemeldet.
Auf Platz zwei (3.000 Euro) kam die Krefelder MV Engineering mit einer vielseitigen Paste, die im Fahrzeug- und Anlagenbau, aber auch in Gebäuden für Wärme- und Kältedämmung, Schall- und Brandschutz sorgt. Der Vatramil genannte „magische Mörtel“ kann ohne Spezialwerkzeuge aufgetragen werden oder in Form von Platten geklebt werden. Zu den ersten Abnehmern gehören die Eisenbahn-Bauer von Siemens sowie das Bayer-Werk in Uerdingen.
Platz drei (2.000 Euro) belegte Phytowelt Greentechnologies GmbH in Nettetal-Lobberich. Im Labor wurden durch die Kreuzung verschiedener Minze-Sorten neue Sorten entwickelt, die höhere Erträge bringen. Der Vorteil der nicht-gentechnischen Kombinationsmethode liegt darin, dass keine langwierigen Zulassungsverfahren notwendig sind. Andere Projekte zielen auf widerstandsfähigere Obstsorten oder den Einsatz der Minze als Weichmacher für Kunststoff.
Den Sonderpreis für den innovativsten Ausbildungsbetrieb vergab die Jury an die Azubis von Hydro Aluminium in Neuss. Die jungen Leute entwickelten ein Gerät, das die Innen-Lackierung bei Dosen überprüft. Bisher war dieser Test nur per Hand möglich. Die Automatisierung des Prüfverfahrens garantiert eine höhere Produktqualität.
Auf die weiteren Plätze kamen:
Peters Research (Kempen) mit dem Schutzlack „Elpeguard“;
Gartenbau Koster (Grefrath) mit einem Schneide-Steckroboter für Topfpflanzen;
Zülow Elektronik (Neuss) mit dem GWM- Protektor „Tarnkappe“;
iNano Hochschule Niederrhein (Krefeld) mit einem Betauungssenor;
Hencken Design Group (Krefeld) mit einem Drehschloss;
Terra Tec Electronic (Nettetal) mit dem Noxon-Internetradio;
Verseidag-Indutex (Krefeld) mit einer Klärabdeckung mit Membrane.







