(openPR) Hiroshima/Lauterbach/voz/VBregio, 15.09.2007 - Mit einem Appell zur Begrenzung der nuklearen Bedrohung in der Welt hat die japanische Stadt Hiroshima am Sonntag , den 5. August 2007 des Atombombenabwurfs vor 62 Jahren gedacht. Rund 45 000 Menschen versammelten sich zu einer Schweigeminute um 8.15 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt, als die Amerikaner 1945 die erste im Krieg eingesetzte Atombombe über der westjapanischen Stadt abwarfen. Mehr als 140 000 Menschen starben binnen weniger Monate.
Japans Ministerpräsident Shinzo Abe nahm an der Gedenkveranstaltung teil und erklärte, Japan wolle keine Atomwaffen besitzen und werde auch nicht deren Stationierung in Japan zulassen. Der Bürgermeister von Hiroshima, Tadatoshi Akiba, sagte in seinem Friedensappell, Hiroshima sei nach dem Atombombenabwurf "eine Hölle" gewesen. Die Überlebenden hätten die Toten beneidet. Japan solle stolz auf seine pazifistische Verfassung sein und sich für eine Welt ohne Atomwaffen einsetzen.
Am 9. August warfen die Amerikaner über der Stadt Nagasaki eine zweite Atombombe ab. Dadurch starben mehr als 70 000 Menschen.
Auch Jahrzehnte nach Hiroshima sterben jährlich noch Tausende an den Spätfolgen der atomaren Strahlung wie Leukämie oder verschiedenen Formen von Krebs. Inzwischen hat sich die Zahl der Opfer auf mehr als 242 000 erhöht.
Länder, die immer noch Atomwaffen herstellen, lagern und in Einsatz bringen wollen um Mitmenschen zu vernichten und auszurotten, scheinen bis heute keine Konsequenzen gezogen zu haben. Auch in der Bundesrepublik Deutschland sollen Atom-Waffen lagern.
VBregio Nachrichten red/voz/VB











