(openPR) Der neue französische Premierminister Francois Fillon appelliert in einem Namensartikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitagausgabe) an Deutschland, die gemeinsamen Kräfte zu bündeln, um so die Reformen in Frankreich und in der EU voranzutreiben. "Machen wir Schluss mit dem mangelnden gegenseitigen Verständnis", fordert der Regierungschef unter Präsident Sarkozy seine Leser auf - und markiert damit die Abkehr von den Schwächen im deutsch-französischen Verhältnis während der zuende gegangenen Präsidentschaft Chiracs. Fillon stellt heraus, dass Frankreich mit Blick auf die Eurozone "keine Änderung der Grundlagentexte" wolle. Und er verspricht, gemeinsam mit Deutschland die Vereinigsten Staaten und "die großen Schwellenländer" dazu zu bewegen, sich voll an der Nachfolgeregelung zum Kyoto-Protokoll zu beteiligen.
Fillon kündigt auch einen viele politische Themen umfassenden Wandel in Frankreich an: "Es findet ein Umdenken statt." Wahrheiten, die einst tabu gewesen seien "werden nun endlich ausgesprochen". Dies bezieht er auf die Beziehungen zwischen Unternehmern und Arbeitnehmern ebenso wie auf die Globalisierung."Die öffentlichen Ausgaben müssen gesenkt werden", bekräftigt der Premierminister: "Wir sind entschlossen, unsere öffentlichen Finanzen zu sanieren." Einen Schwerpunkt seines in der F.A.Z. dargelegten Programms setzt er auf Bildung, Forschung und Innovation. "Nach 25 Jahren des Zögerns ist die Hochschulreform endlich auf den Weg gebracht." Fillon gibt sich sicher, dass Deutschland und Frankreich in der Lage sein werden, sich "Gehör zu verschaffen und die Rolle der Europäischen Union bei der Regulierung der Globalisierung zu stärken".
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