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Chipfabriken in China – Dunkle Wolken über Silicon Saxony?

27.03.200714:44 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Bonn/Dresden – Der Name Silicon Saxony steht dafür, dass sich Dresden mit Siemens , AMD , Qimonda und anderen Unternehmen zum wichtigsten Halbleiterstandort Europas entwickeln konnte. Dies lag nicht zuletzt „an dem vorhandenen Humankapital aus DDR-Zeiten“, schreibt Christian Geinitz in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) http://www.faz.net. Doch mittlerweile ziehen dunkle Wolken auf, denn Asien und Amerika jagen Europa die Chipfabriken ab. So kündigte der Marktführer Intel http://www.intel.com an, seine nächste Fabrik für 2,5 Milliarden Dollar nicht am europäischen Hauptstandort Irland, sondern in Dalian im Nordosten Chinas aufzubauen. Das Werk sei Intels erstes zur Herstellung von Siliziumscheiben (Wafern) in Asien überhaupt – und die erste komplette Neuansiedlung seit dem Bau in Irland 1992.



„Ob AMD oder Intel: Alle großen Hersteller konzentrieren sich auf Amerika und Asien, weil dort die großen Märkte liegen, weil es dort mehr Förderung gibt und oft auch mehr Fachkräfte“, sagt Christoph Stoppok, Geschäftsführer für Elektronische Komponenten im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) http://zvei.de. Und bei Intel betont man, China sei „der am schnellsten wachsende Kernmarkt“ für das Unternehmen. Laut FAZ sprechen zwei Gründe für die Asien-Expansion: So dürften nach einer Vorhersage des Europäischen Halbleiterverbands Esia in Brüssel, die Lohnkosten je Stunde selbst 2010 in China erst 3,60 Euro erreichen, in Malaysia 8,30 und in Südkorea 8,60. Demgegenüber betrügen sie in Japan fast 40 und in Deutschland mehr als 41 Euro. Zudem spreche die Verfügbarkeit hochqualifizierter Kräfte für Asien und gegen Europa. Während es in China genügend sehr gute Ingenieure gebe, so die deutschen Sprecher von Intel und Qimonda, fehlten in Europa und insbesondere in Deutschland Elektroniker, Maschinenbauer und andere Experten.

Die Vertreter der Industrie führen ins Feld, dass Europa im internationalen Wettbewerb um Halbleiteransiedlungen zurück falle, weil Amerika und Asien mehr und besser förderten. So müsse ein Chiphersteller in China fünf Jahre lang keine Einkommenssteuer entrichten, in den kommenden fünf Jahren falle nur der halbe Satz an. „Europa muss eine Antwort auf die asiatisch-amerikanische Herausforderung finden“, so die Einschätzung von Tobias Janßen von der Neusser Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft Goldfish Holdings http://www.goldfish-holding.com. „Dass der EU-Industriekommissar Günter Verheugen eine so genannte Task Force in Leben gerufen hat, um der europäischen Informations- und Kommunikationstechnik Beine zu machen, reicht nicht aus. Es muss alles auf den Prüfstand. Priorität sollte sein: Wie holen wir wieder mehr Investoren ins Land? Was können Politik und Wirtschaft gemeinsam unternehmen, damit wir attraktiver als oder mindestens genauso attraktiv sind wie die asiatischen Länder oder die USA?“

Medienbüro.sohn
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