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VDE - Innovationsmotor Mikroelektronik muss auf Touren bleiben

21.04.200816:36 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Deutschland wird bis 2020 seine Spitzenposition in der Elektrotechnik, Energietechnik, Automation oder Medizintechnik behaupten. Zu dieser Einschätzung gelangt der VDE anlässlich des zur Hannover-Messe veröffentlichten Innovations-Monitors 2008. Danach erwarten fast 70 Prozent der VDE-Mitgliedsunternehmen signifikante Leitinnovationen im Bereich Energieeffizienz.



Wie bereits in den vergangenen Jahren gehen die größten Innovationsimpulse von den Mikro- und Nanotechniken aus. Hier liefern sich den Prognosen zufolge Europa, USA und China auch in den nächsten Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die besonderen Stärken des Standortes Deutschland liegen Angaben des VDE zufolge vor allem in der mittelständischen Unternehmens-Infrastruktur, im hohen Ausbildungsstand und in der engen Kooperation von Hochschulen und Wirtschaft. Ein Novum ist, dass nicht mehr nur China, sondern jetzt auch Indien kräftig im Kommen ist, wobei Indien besonders im Bereich Informationstechnik und Internet einen großen Vertrauensbonus genießt. Die USA hingegen werden der Studie zufolge in allen Bereichen zum Teil stark verlieren.

Sachsen droht Konkurrenz aus Asien

Ein erfreuliches Ergebnis des Innovations-Monitors 2008 ist die Tatsache, dass Deutschland auch 2008 seinen Spitzenplatz als führender Mikroelektronik-Standort in Europa verteidigen wird. Zeit zum Atemholen bleibt aber nicht, denn für Silicon Saxony, dem Zentrum der deutschen Mikroelektronik-Produktion mit 1.200 Unternehmen, etwa 44.000 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von über 6 Milliarden Euro, wächst neue Konkurrenz in Asien heran, wo neue Chipfabriken wie Pilze aus dem Boden schießen und zugleich für Investoren günstige Rahmenbedingungen und große Absatzmärkte locken. Während hier 74 neue Halbleiterfabriken entstehen sollen, sind in der EU nur fünf in Planung, davon lediglich zwei in Deutschland. Resümee: Das Gravitationszentrum der Mikroelektronik-Produktion verlagert sich damit mehr und mehr nach Asien.

Der Wettbewerb um Halbleiterfabriken und Innovationen in der Mikroelektronik wird für Deutschland damit härter. Dies ist auch am VDE-Innovationsmonitor 2008 abzulesen. Demnach holt insbesondere China in der Elektrotechnik und Mikroelektronik weiter auf. Aber auch Indien wird im Bereich Informationstechnik und Internet für 2020 als kommendes asiatisches Schwergewicht neben China angesehen. Ebenso wie dort werden Chip-Anbieter in Singapur - hinter dem taiwanesischen Hsinchu die Nummer 2 unter den Mikroelektronik-Standorten - mit öffentlichen Mitteln zum Fabrikbau animiert. Auf der Nachfrageseite geben in Deutschland vor allem die "Chipfresser" Embedded Systems, Automotive sowie die Telekommunikation, insbesondere Drahtlos-Technologien wichtige Impulse. Besonders die Automobilelektronik hat in Deutschland eine beispiellose Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Hybridtechnologie ist besonders Chip-intensiv. Beachtliche Potenziale liegen auch in der Radio Frequenz Identifikation (RFID), die aus VDE-Sicht große Standortchancen eröffnet - nicht nur in der Logistik-Branche, sondern auch bei hochwertigen, völlig neuartigen mobilen Internet-Dienstleistungen. Anhaltend groß ist der Bedarf neben der Automobilbranche auch in anderen traditionell starken deutschen Branchen wie dem Maschinenbau, der Medizintechnik und der Produktions- und Automatisierungstechnik.


Um seine Standortchancen zu nutzen, müssen Deutschland und Europa aus Sicht des VDE in jedem Fall Chipfabriken halten und ausbauen. Dies ist die einhellige Botschaft des VDE-Experten Panels Mikroelektronik, einer Umfrage im Top-Management von Chipherstellern. Wenn die Fabriken abwandern, werde das Design folgen, was schwerwiegende Auswirkungen auf die Produktivität in den starken deutschen Anwendungsbereichen haben könne. Mehr als 50 Prozent der gesamten deutschen Industrieproduktion und über 80 Prozent der Exporte hängen von der Elektro- und Informationstechnik ab. Der VDE fordert daher eine europäische konzertierte Industriepolitik pro Schlüsseltechnologie Mikroelektronik.
Rolf Froböse

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