(openPR) Die fortschreitende Digitalisierung der Medizintechnik und die zunehmende Verbreitung von IT-Lösungen ermöglichen neue Prozesse. Eine erfolgreiche Umsetzung von neuen Prozessen ist aber nur dann möglich, wenn Medizintechnik und IT erfolgreich verknüpft werden. Darauf wies Dipl.-Volkswirt Hans-Peter Bursig vom ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik – und Elektronikindustrie e. V. anlässlich des VDE-Kongresses 2008 in München hin.
Die aktuelle Entwicklung in der Medizintechnik wird ganz entscheidend von der zunehmenden Digitalisierung geprägt. Im Zuge dieses Trends wird die direkte Kommunikation von medizinischen Daten zunehmend möglich. Bei einer Reihe von modernen Diagnose- und Therapieverfahren ist die digitale Technik sogar essenziell, um mit der Menge der erzeugten Daten sinnvoll umzugehen.
„Die Datenerhebung und –verarbeitung innerhalb medizintechnischer Geräte ist zur Steuerung von Prozessen alleine aber nicht ausreichend“, erläutert Bursig. Vielmehr sei eine Ausrichtung an Prozessen dann möglich, wenn die Digitalisierung der Medizintechnik konsequent genutzt werde, um medizinisch relevanten Daten nicht nur in digitaler Form zu erzeugen sondern auch an andere Systeme zu kommunizieren.
Mittels Integration zu neuen Prozessen
Neue Prozesse in der Medizin können nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn es gelingt, Medizintechnik und IT zu verknüpfen. Ein erfolgreicher Prozess muss daher sämtliche Schritte von der Aufnahme der Patientendaten bis zum Abschluss des Prozesses umfassen. Hierbei kommt es darauf an, möglichst viele Prozessschritte nicht nur zu digitalisieren sondern auch soweit wie möglich zu optimieren und zu automatisieren.
Die internationale Initiative „Integrating the Healthcare Enterprise“ (IHE) hat auf dieser Grundlage einen Prozess entwickelt, der über die Interoperabilität verschiedener Systeme eine Integration von Medizintechnik und IT-Systemen auf der Basis praxisnaher Arbeitsabläufe erlaubt. IHE bietet heute bereits zahlreiche Ansätze um Prozesse in verschiedenen klinischen Anwendungsbereichen erfolgreich zu optimieren und damit deutliche Effizienzgewinne zu erzielen. Laut Bursig werden auf dieser Basis jetzt innerhalb vom IHE neue Ansätze verfolgt, um den Schritt von der Datenkommunikation zum zielgerichteten Zugriff auf medizinisch relevanten Informationen zu vollziehen.
„Auf dieser Basis wird auch der Schritt von der Optimierung bekannter Arbeitsabläufe zur Gestaltung neuer Prozesse gelingen, die ein langfristiges Gesundheitsmanagement erlauben“, zeigt sich Borsig optimistisch.
Rolf Froböse
Quelle: www.vde.com









