openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Reform der Unternehmenssteuer belastet kleine Betriebe

(openPR) NÜRNBERG – Kleine Betriebe mit niedrigem Jahresgewinn werden durch die kommende Unternehmenssteuerreform finanziell erheblich belastet und müssen bis zu sechsmal mehr Gewerbesteuer zahlen als vor der Reform. Darauf hat Prof. Dr. Helmut Bräuer von der Nürnberger Steuerberatung FACT TREUHAND GMBH (www.fact-treuhand.de) bei einer Vortragsreihe vor Unternehmern der Region hingewiesen. "Die versprochene Entlastung von fünf Milliarden Euro wird von der Wirtschaft komplett gegenfinanziert, und zwar hauptsächlich von kleinen und mittelgroßen Firmen", so Bräuer.

In seinem Vortrag stellte er unter anderem die Nachteile dar, die den Betrieben durch den Wegfall der Staffelfreibeträge bei der Gewerbesteuer entstehen. Ein Unternehmen mit einem Jahresgewinn von 40.000 Euro muss demnach statt bisher 330 Euro dann mehr als 2.100 Euro Gewerbesteuer zahlen.

Das vom Bundesfinanzminister vorgeschlagene Optionsmodell mit einem niedrigeren Steuersatz ist laut Bräuer für 80 Prozent der mittelständischen Betriebe uninteressant. Denn es gelte nur für Gewinne, die im Unternehmen bleiben und nicht vom Inhaber entnommen werden. "Die meisten Firmen machen zu wenig Gewinn, um einen bedeutenden Teil davon im Unternehmen zu belassen", so Bräuer. "Die Gewerbetreibenden müssen ja von ihrem Unternehmensgewinn leben."

Außerdem werden Ausgaben für Miete, Pacht und Zinsen außerhalb der Bilanz wieder dem Gewinn hinzugerechnet und bilden damit eine höhere Besteuerungsgrundlage bei der Gewerbesteuer. Die Gewerbesteuer selbst ist nicht mehr als Betriebsausgabe abzugsfähig. In der Summe führt auch dies zu einer deutlichen Mehrbelastung gerade der kleinen Betriebe und Einzelunternehmen. Prof. Bräuer: "Insgesamt wird das Steuerrecht ab sofort noch komplizierter."

Nur die großen Konzerne profitierten von der Reform, da sie die Gewinne im Betrieb zurückbehalten können. Nur für wirkt sich die Senkung der Körperschaft- und Gewerbesteuer positiv aus. "Die Aussage, dass sich bei kleinen und mittelgroßen Kapitalgesellschaften die Steuer auf unter 30 Prozent verringert, ist Augenwischerei", so Bräuer. Neben den Nachteilen bei der Gewerbesteuer schlagen ferner der Wegfall der degressiven Abschreibung, die Neuregelung der GWG und die Anhebung des Einkommensteuersatzes auf 45 Prozent zu Buche, die wiederum vor allem kleine Unternehmen treffe. "Damit läuft die Reform für Viele ins Leere."

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 148625
 123

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Reform der Unternehmenssteuer belastet kleine Betriebe“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von FACT Treuhand GmbH

Nürnberger Milchhof wird Zentrum für Steuerberatung
Nürnberger Milchhof wird Zentrum für Steuerberatung
NÜRNBERG – Der Nürnberger Milchhof wird zum Kompetenzzentrum der Steuerberaterbranche. Nach der FACT TREUHAND GMBH, die sich Anfang 2006 im Palais Milchhof niedergelassen hatte (fact-treuhand.de), ist nun Oliver Dümpelmann, der seit August 2007 zusammen mit Markus Brendel die Geschäfte der FACT TREUHAND leitet, mit seiner eigenen Kanzlei in den Milchhof nachgezogen. In einer Feierstunde zur Einweihung mit rund 150 Gästen lobte der Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, Dr. Roland Fleck, die Bemühungen beide Steuerkanzleien erfolgreich zusa…
Steuern und Gesundheitsfonds werfen Fragen auf
Steuern und Gesundheitsfonds werfen Fragen auf
NÜRNBERG – Im Zuge der öffentlichen Diskussion um das Fonds-Modell von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mehren sich die Anfragen von Ärzten, Apothekern und anderen Heilberufen, wie die Finanzierung medizinischer und therapeutischer Leistungen künftig sichergestellt werden kann. Darauf haben die beiden Geschäftsführer der Nürnberger Steuerberatung FACT TREUHAND GMBH (fact-treuhand.de), Oliver Dümpelmann und Markus Brendel, bei ihrer Bilanz für das Jahr 2007 hingewiesen. Demnach ist im vergangenen Jahr die Nachfrage nach Beratungs­leistungen…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Arbeitgeber - Arbeitsplatzboom in der Metall- und ElektroindustrieBild: Arbeitgeber - Arbeitsplatzboom in der Metall- und Elektroindustrie
Arbeitgeber - Arbeitsplatzboom in der Metall- und Elektroindustrie
Rheinland-Pfalz mit höchstem Plus aller West-Bundesländer Clos schlägt Verzicht auf Unternehmenssteuerreform vor Bad Neuenahr. Günther Clos, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes VEM (Verband der Metall- und Elektroindustrie Rheinland-Rheinhessen e.V.) hat heute (6. Mai 2008) in Bad Neuenahr auf der Jahreshauptversammlung seiner Organisation die neusten …
Bild: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück besuchte MP-TECBild: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück besuchte MP-TEC
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück besuchte MP-TEC
… Unternehmen schon im November 2007 und wurde mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg ausgezeichnet. Übergeordnetes Thema des Besuches von Peer Steinbrück war die Unternehmenssteuer- und Erbschaftssteuerreform, mit der die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Firmen gestärkt werden soll. Bereits jetzt ist MP-TEC international gut aufgestellt und …
Bild: Agenda News: Junker und Trump setzen ein Zeichen der DeeskalationBild: Agenda News: Junker und Trump setzen ein Zeichen der Deeskalation
Agenda News: Junker und Trump setzen ein Zeichen der Deeskalation
… um weitere 2 Mal 0,25 % steigen. Das sind Schuldzinsen für 2018 von rund 220 Mrd. US-Dollar. Durch den Einnahmenverlust von rund 1.100 Mrd. USD, Senkung der Unternehmenssteuer von 35 auf 1 %, benötigt Trump Einfuhrzölle, die mit rund 500 Mrd. Euro angegeben werden. Europas Schulden sind 2018 gleichzeitig gering gestiegen. Zölle, wie ursprünglich von …
Bild: US-Steuerreform, 18. April 2018 in Frankfurt/MainBild: US-Steuerreform, 18. April 2018 in Frankfurt/Main
US-Steuerreform, 18. April 2018 in Frankfurt/Main
… and Jobs Act" unterzeichnet und somit rechtskräftig. Der mehr als 1.000 Seiten starke Gesetzestext ist seit mehr als 30 Jahren die größte Reform des US-Steuerrechts. Die Unternehmenssteuer sinkt von 35 auf gerade mal 21 Prozent. Dieser Steuersatz gilt auch für ausländische Gesellschaften, soweit sie in den USA steuerpflichtig sind und gleichermaßen wie …
Bild: Unternehmensteuerreform 2008 - Wer gewinnt, wer verliert, was ist zu tun?Bild: Unternehmensteuerreform 2008 - Wer gewinnt, wer verliert, was ist zu tun?
Unternehmensteuerreform 2008 - Wer gewinnt, wer verliert, was ist zu tun?
Am 1. Januar 2008 tritt das Gesetz zur Reform der Unternehmenssteuer in Kraft. akademie.de hat nachgehakt: Wer gewinnt, wer verliert, was ändert sich? Wie „mittelstandsfreundlich“ ist die Unternehmenssteuerreform wirklich? J. Ellenrieder gibt zunächst einen Überblick über das, was auf Unternehmen mit der Unternehmenssteuerreform 2008 zukommt. Eine Gegenüberstellung …
direct/ EUROFORUM Deutschland GmbH: Die Organschaft in Zeiten der Reformen
direct/ EUROFORUM Deutschland GmbH: Die Organschaft in Zeiten der Reformen
… EUROFORUM-Jahrestagung: "Die Organschaft 2006" 14. und 15. September 2006, Hamburg Düsseldorf, Juli 2006. Die Anfang Juli 2006 veröffentlichten Eckpunkte für die Unternehmenssteuerreform 2006 werden bereits heftig diskutiert. Details über die Ausgestaltung der Abgeltungssteuer, der Erbschaftsteuer und die Einbeziehung ertragsunabhängiger Bestandteile wie Zinsen …
Bild: Unternehmenssteuerreform hebelt Krisenprogramme für deutschen Mittelstand aus – Konjunkturhilfe verpufftBild: Unternehmenssteuerreform hebelt Krisenprogramme für deutschen Mittelstand aus – Konjunkturhilfe verpufft
Unternehmenssteuerreform hebelt Krisenprogramme für deutschen Mittelstand aus – Konjunkturhilfe verpufft
Alarmierendes Gutachten des Bundesverbandes Parken belegt akuten Handlungsbedarf des Gesetzgebers Köln. Die Unternehmenssteuerreform erweist sich als massive Existenzbedrohung für viele mittelständische Unternehmen in Deutschland. Statt mehr Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsspielraum, steuerlicher Entlastung und der Schaffung von Arbeitsplätzen, …
Die verborgenen Fallen der Unternehmens-Steuerreform
Die verborgenen Fallen der Unternehmens-Steuerreform
Handwerkskammer Cottbus informiert regionale Betriebe Der Deutsche Bundestag hat am 24. Mai die Novellierung des Unternehmenssteuer-Gesetzes beschlossen. Trotz des Zieles einer Förderung des Mittelstandes ergeben sich aus den Änderungen Probleme. Hier setzt das Beratungsangebot der Handwerkskammer Cottbus (HWK) für kleine und mittelständische Betriebe …
Bild: Mittelständische Betriebe verlassen DeutschlandBild: Mittelständische Betriebe verlassen Deutschland
Mittelständische Betriebe verlassen Deutschland
… das Staatssäckel und Deutschland verliert mit dem Mittelstand seine Innovationstreiber”, so Zickler.Zickler fordert daher ein konsequentes Umsteuern. “Es ist notwendig, die Unternehmenssteuer zu senken und ein attraktives Steuersystem zu schaffen, um Unternehmen in Deutschland zu halten. Außerdem sollten die Bürokratiebelastungen reduziert und steuerliche …
BRÜDERLE: Grün-rote Politik zwingt Handwerk in die Knie
BRÜDERLE: Grün-rote Politik zwingt Handwerk in die Knie
… ihrer unfähigen Chaos-Politik hat es Grün-Rot geschafft, eine der tragenden Säulen des Mittelstands fast in die Knie zu zwingen. Die kleinen und mittleren Betriebe warten sehnsüchtig auf ein Vertrauenssignal von der Bundesregierung. Deshalb müssen die angekündigten Entlastungsstufen bei der Einkommenssteuer sofort vorgezogen werden. Doch dafür fehlt …
Sie lesen gerade: Reform der Unternehmenssteuer belastet kleine Betriebe