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Tibet ist eine Kolonie Chinas, nicht nur ein besetztes Land - Konferenzbeschluss von New Delhi

18.07.200714:55 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Am 23./24. Juni 2007 fand in New Delhi eine von Friends of Tibet, India, organisierte Konferenz für ein unabhängiges Tibet statt. Die Bundestagsabgeordnete Claudia Roth sandte ein Grußwort an die Konferen. Hier folgt die deutsche Übersetzung der Entschließung der Konferenz



Der Konferenzbeschluß fordert, Tibet als Kolonie anzuerkennen, was die UNO und andere Gremien der internationalen Gemeinschaft verpflichtet, die letzten Überreste von Kolonialismus zu beseitigen und die Unabhängigkeit Tibets zu verlangen. Er führt die von der Vollversammlung der Vereinten Nationen am 7. Februar 1995 verabschiedete Resolution No. 49/89 mit dem Titel "Verwirklichung der Erklärung über die Gewährung der Unabhängigkeit an koloniale Länder und Völker" an, die verlangt, daß "die Beseitigung des Kolonialismus zu einer der Prioritäten der Organisation für das Jahrzehnt ab 1990 gemacht wird, eingedenk der Notwendigkeit, daß zur Abschaffung der letzten Überbleibsel des Kolonialismus bis zum Jahr 2000 schnellstens Maßnahmen ergriffen werden müssen, wie schon in ihrer Resolution Nr. 43/47 vom 22. November 1988 gefordert wurde".

Die genannte Resolution, die sogar von China ratifiziert wurde, besagt, daß es "die moralische Verantwortung der UN und der Mitgliedstaaten dieser Organisation ist, eine Sondersitzung der Vollversammlung einzuberufen und China zu drängen, daß es, ausgehend von dieser Resolution, dem gesamten Tibet, d.h. allen drei Provinzen und seinem Volk, die volle Unabhängigkeit zurückgeben muß" (zitiert aus der Konferenz-Entschließung).

Die Delegierten einigten sich auf eine aus vier Punkten bestehende Strategie, die für ihr Bemühen um Unabhängigkeit für Tibet und ihren Handlungsplan in den kommenden Jahren richtungweisend sein wird:
"In der Erkenntnis, daß vollständige Unabhängigkeit (Hindi: Poorna Swaraj) unter der Führung Seiner Heiligkeit des Dalai Lama und mit der Hilfe Indiens und anderer freiheitsliebender Mitglieder der Weltgemeinschaft die einzige Hoffnung für Tibet ist, beschließt die Konferenz:

1) die Regierung Indiens aufzufordern, die tibetische Regierung-im-Exil als die einzige rechtmäßige Regierung Tibets und des tibetischen Volkes anzuerkennen und Seine Heiligkeit den Dalai Lama als dessen einziges politisches und geistliches Oberhaupt;

2) die Vereinten Nationen aufzufordern, ihre aus der UN-Erklärung von 1993 erwachsende Verpflichtung zu erfüllen, nach der es bis zum Jahr 2000 kein Land unter Kolonialherrschaft mehr auf der Welt geben darf;

3) jeden Mitgliedsstaat der internationalen Gemeinschaft aufzufordern, Tibet als eines der letzten Überbleibsel der Kolonialherrschaft anzuerkennen, das dringend der Entkolonialisierung bedarf;

4) die Tibet-Unterstützungsgruppen in aller Welt aufzufordern, vollständige Unabhängigkeit wieder zum Schwerpunkt ihrer Kampagnen zu machen und alljährlich den 22. November als den "Anti-Kolonialismus-Tag" zu begehen und Unterschriftsaktionen durchzuführen, um die Vereinten Nationen daran zu erinnern, ihre Resolutionen zum Kolonialismus endlich umzusetzen."

Friends of Tibet ist eine weltweite Bewegung mit dem Ziel, die Tibet-Frage durch unmittelbare Aktionen am Leben zu erhalten, welche den fortgesetzten Kampf des tibetischen Volks um Unabhängigkeit unterstützt.
http://www.friendsoftibet.org

Eine Schilderung der Konferenz steht unter: http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/Delhi-Konferenz.html

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