(openPR) Düsseldorf, 25.06.2007 - Nur neun der 141 bei der Ratingagentur Feri gelisteten Japan-Fonds haben sich in den letzten 12 Monaten besser entwickelt als die beiden Vergleichsindizes Nikkei 225 und MSCI Japan. 83 Fonds liegen auf Jahressicht sogar mit einer Performance von mindestens minus zwei Prozent 400 Basispunkte hinter den beiden Indizes. Die Drei-Jahres-Performance, in der der Nikkei immerhin um 30 Prozent zulegte, sieht ähnlich ernüchternd aus. Von den großen Fondsgesellschaften schafft es allein HSBC in die Gruppe der ersten Neun. Das beste Ergebnis verzeichnet der Metzler Japanese Equity Fund (7,28 Prozent/16,94 Prozent p. a.). Das berichtet aktuell der Düsseldorfer Branchendienst 'investment intern'. Dabei bewegten sich sämtliche Fonds zuletzt in einem schwierigen Marktumfeld. Die Euro-Performance des Leitindex Nikkei 225 wurde in den letzten zwölf Monaten durch Yen-Abwertungen stark geschmälert. Währungsbereinigt erzielt der Index in diesem Zeitraum nur einen Wertzuwachs von zwei Prozent. Gleiches gilt für den Referenzindex MSCI Japan. Ein Grund für die schlechte Wertentwicklung der Fonds sei, daß die meisten Fondsmanager konsequent auf Wachstumstitel und Small-Caps gesetzt haben. Gute Performance ließ sich dagegen nur mit einem strikten Value-Ansatz erreichen, hieß es aus Analystenkreisen gegenüber 'investment intern'.
Deutlich offenbaren sich die Resultate dieser Fehleinschätzung etwa beim DWS Japan-Fonds. Obwohl er die Möglichkeit zu einer aktiven Währungsabsicherung hat, bleibt er mit -5,88 Prozent im Jahresvergleich und -2,92 Prozent seit Jahresanfang weit hinter den Erwartungen zurück. Nach Angeben von DWS sei das Portfolio „leicht in Richtung Wachstumswerte ausgerichtet.“ Eine Strategie, die nach hinten losging, ähnlich wie beim Templeton Japan Fund (-6,31 Prozent / -3,83 Prozent), beim Pioneer Funds-Japanese Equity A (-7,36 Prozent/ -3,82 Prozent) oder beim Baring Japan Growth Trust (-8,63 Prozent / -5,55 Prozent). Eine außergewöhnlich schlechte Performance zeigte auch der Nordea-1 Japanese Value Fund (-9,40 Prozent / -18,16 Prozent).
Dr. Henning Hermann, Redaktionsleiter 'investment intern', identifiziert das Problem nicht zuletzt bei den Fonds-Managern: „Die Leistungen der meisten in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Japan-Fonds lassen schon sehr zu wünschen übrig und leiden unter einem handfesten Qualitätsproblem. Anlegern kann man derzeit von einem Investment nur abraten. Als fast schon irreführend sind dabei mitunter die Namen der Fonds zu sehen, die dem Investor – wie beim Nordea-1 Japanese Value Fund – einen wertorientierten Ansatz versprechen. Daß die Anleger für diese Kapitalvernichtungsanlagen auch noch jährlich Geld auf den Tisch legen sollen, ist kaum zu glauben. Wenn schon Japan, dann wohl eher in Form eines Indexproduktes, bei dem die Kosten überschaubar sind.
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Uwe Kremer
Pressesprecher 'markt intern'-Verlag
Tel.: 0211/66 98 -199
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