(openPR) Von der Öffentlichkeit teilweise kaum bemerkt, gibt es weiterhin Widerstand von Studierenden gegen Studiengebühren. Und das nicht nur in Bundesländern wie Hessen (wo die Protestwelle letztes Jahr am stärksten war).
Der aktuelle Weg ist dabei vor allem die Organisation von Treuhandkonten, auf die die Studierende statt auf das Hochschulkonto die Studiengebühr einzahlen sollen. Nehmen genügend Studierende bis zu jeweils festgelegten Stichtagen teil, wird das Geld auf dem Konto belassen, die Zahlung der Gebühr boykottiert.
Idee des ganzen ist es, dass sich Hochschulen nicht leisten können, relevante Teile (meist liegen die festgesetzten Beteiligungsziele - Quoren - bei mindestens 20%) der Studierendenschaft zu exmatrikulieren. Durch den so aufgebauten politischen Druck könne - in Verhandlungen mit Hochschule und Politik - die Studiengebühren evt. doch noch abgewendet werden. Anfang der 1970er führten Boykotte tatsächlich zu einigen Erfolgen.
Aktuell laufen derartige Bemühungen in Hamburg, an der dortigen Hochschule für Bildende Künste (HfBK) ist der Boykott auch tatsächlich zustande gekommen. Es wird nun die Frage sein, wie lange die boykottierenden Studierenden durchhalten und wie die Politik darauf reagiert. Aktuelles dazu unter
http://www.studis-online.de/HoPo/art-619-hh-boykott-2007.php
An vielen weiteren Hochschulen in Deutschland laufen ebenfalls Boykott-Aktionen. Dort sind die Stichtage aber noch nicht erreicht. Neben vielen Hochschulen aus Hessen beteiligen sich auch Studierende an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen und Bayern.
Hinzu kommen die meisten Hochschulen in Thüringen, wo es (noch) nicht um allgemeine Studiengebühren geht. Aber auch die dort für das Wintersemester 2007/2008 erstmals zu zahlenden Verwaltungsgebühren von 50 Euro haben den Protest geweckt. Vor allem, da sie vielen als Einstieg in weitere Gebühren - vor allem also allgemeinen Studiengebühren - in Thüringen gelten.
An welchen Hochschulen bis wann welche Zahl von boykottierenden Studierenden gewonnen werden müssten - und wie die Bemühungen der Studierenden ausgehen - zeigt
http://www.studis-online.de/HoPo/art-635-boykott_wise2007.php
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