(openPR) Daimler-Chrysler war kein Einzelfall: Die Hälfte der Unternehmensfusionen scheitert; emotionale Gründe geben häufig den Ausschlag. Selbst erfahrene Wissenschaftler und Praktiker unterschätzen häufig die Risiken. Zu diesen Ergebnissen kam eine aktuelle Studie von Rudolf Böhlke und Samy Walleyo (Ernst & Young, München).
Die Untersucher sehen im Hintergrund misslungener Unternehmens-Transaktionen v.a.:
- ein mangelndes Integrationsmanagement
- divergierende Zielvorstellungen
- unterschiedliche Kulturen
Die Fehler beginnen meist bereits vor der Fusion:
- Die realen Potenziale der Beteiligungsunternehmen werden nicht serös bewertet
- Synergiepotenziale werden nicht präzis identifiziert
- Es fehlt an realistischen Berechnungen von Firmenwert und Finanzierung
Eine fast flächendeckende Unterschätzung dieser psychologisch-ökonomischen Problemfelder werten die Autoren als volkswirtschaftlichen Risikofaktor, da die Firmenfusionen künftig eher zu- als abnehmen werden.
Rudolf Böhlke, Samy Walleyo:
Handeln wider besseres Wissen -
warum viele Transaktionen scheitern, ohne es zu müssen
in: Karin Rausch (Hrsg.): Organisation gestalten - Struktur mit Kultur versöhnen
S. 254-279 (Pabst Publishers, 2007, ISBN-978-3-89967-358-6)









