(openPR) Vom 5. bis 21. September 2007 findet in den Kategorien Oboe, Posaune, Schlagzeug und Klaviertrio in München wieder Deutschlands größter internationaler Wettbewerb für klassische Musik statt.
Insgesamt bewarben sich 340 Musikerinnen und Musiker aus 46 Ländern, von denen 217 eingeladen wurden. Der 56. ARD-Musikwettbewerb ist mit einem Anteil ausländischer Bewerber von 87,6% (Vorjahr 79,4%) internationaler denn je und unterstreicht damit seine weltweite Bedeutung. Für die Kandidaten der Fächer Posaune und Schlagzeug ist der ARD-Musikwettbewerb die einzige Möglichkeit, an einem so großen und renommierten Wettbewerb teilzunehmen. Das Fach Posaune wurde vor 12 Jahren zum letzten Mal ausgeschrieben. Die klassischen Schlagzeuger waren zuletzt 2001 in München. Zu verzeichnen war außerdem eine bisher nie da gewesene Bewerberzahl in der Kategorie Klaviertrio. Alle 28 – durchgängig auf hohem Niveau musizierenden – Ensembles wurden eingeladen, sicher zur Freude der Kammermusikanhänger unter den Zuhörern. Am stärksten vertreten ist diesmal Frankreich mit 32 Zulassungen, was auf die hohe Bläserkultur im Nachbarland zurückzuführen ist. An zweiter Stelle folgt Deutschland mit 29 Zulassungen. Die Teilnehmer aller vier Kategorien müssen vor dem Finale mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks drei Vorrunden absolvieren. Die Tradition des ARD-Musikwettbewerbs, in jeder Kategorie eine Auftragskomposition zu vergeben, wird weitergeführt. Die Werke stammen in diesem Jahr von Olli Mustonen (Oboe), Stefan Heucke (Posaune), Matthias Pintscher (Schlagzeug) und Tobias PM Schneid (Klaviertrio).
Der ARD-Musikwettbewerb ist von der ersten Runde an öffentlich, der Andrang des fachkundigen Publikums groß. Im vergangenen Jahr verfolgten nicht weniger als 20.000 Zuhörer die Vorrunden, Finale und Preisträgerkonzerte. Die große Anteilnahme der Besucher macht den Wettbewerb für die Kandidaten besonders attraktiv, spiegelt er doch dadurch die Situation realer Konzertauftritte wider. Die in den Finalrunden durch die Jury ermittelten Preisträger stellen sich in drei Abschlusskonzerten dem Publikum vor:
Zwei Preisträgerkonzerte finden am Mittwoch, dem 19. September und am Donnerstag, dem 20. September im Prinzregententheater statt. Am zweiten Abend begleitet das Münchener Kammerorchester. Den Abschluss des ARD-Musikwettbewerbs bildet das Preisträgerkonzert am 21. September im Herkulessaal der Münchner Residenz mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Hans Zender. Im Anschluss verleiht Prof. Dr. Thomas Gruber, der Intendant des Bayerischen Rundfunks, stellvertretend für die ARD, in der Allerheiligenhofkirche die Preise. Der Bayerische Rundfunk überträgt die Konzerte live in Bayern 4 Klassik, das Bayerische Fernsehen strahlt das Orchesterkonzert voraussichtlich am 3. Oktober 2007 aus.
Der Internationale Musikwettbewerb der ARD in München fand 1952 zum ersten Mal statt und zählt weltweit zu den renommiertesten Einrichtungen dieser Art. Für viele heute weltberühmte Künstler bedeutete die Auszeichnung beim ARD-Musikwettbewerb das Sprungbrett für ihre Karriere, unter ihnen Jessye Norman, Francisco Araiza, Natalia Gutman, Christoph Eschenbach, Mitsuko Uchida, Thomas Quasthoff, Yuri Bashmet, Christian Tetzlaff, Sharon Kam, Heinz Holliger, Peter Sadlo, Maurice André, Branimir Slokar, das Trio Wanderer und das Artemis-Streichquartett, um nur einige zu nennen.
Für den diesjährigen Wettbewerb stellt die ARD 103.500 Euro an Preisgeldern zur Verfügung. Hinzu kommen Sonderpreise und Stipendien von 26.500 Euro.



