(openPR) In Deutschland ist es laut der Agentur für Arbeit Ziel, jedem qualifizierten Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anzubieten. Dieses Ziel hat auch das Kinderhilfswerk „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ in Lateinamerika. Eine gute Ausbildung ist die Grundlage für eine gute Zukunft – hier wie dort. Denn besonders in Lateinamerika sind Schule und Ausbildung ein guter Weg, um aus dem Elend zu gelangen. Jedes Waisenkind wird von dem Hilfswerk entsprechend seinen Begabungen und seinem Fleiß gefördert und gefordert. Für einzelne begabte Jugendliche ist es möglich, ein Studium abzuschließen.
Für diese Förderung verlangt das Kinderhilfswerk auch etwas von den jungen Erwachsenen. Die fertig ausgebildeten ehemaligen Waisenkinder leisten mindestens ein Jahr – die studierten drei Jahre – Dienst für die Gemeinschaft. So unterstützen sie die jüngeren Kinder im Heim und können etwas von dem zurückgeben, was sie bekommen haben.
Miriam Garcia ist eines der ehemaligen Waisenkinder. Sie kam im Alter von elf Jahren mit ihren sieben Geschwistern ins Kinderdorf in Honduras. Mittlerweile ist Miriam 24 Jahre alt und erlernt den Beruf der Krankenschwester außerhalb des Heimes an einer speziellen Schule. Sie sagt: „Ich wollte schon immer einen Beruf, bei dem ich Kindern helfen kann. So gebe ich etwas von dem großen Glück, das meine sieben Geschwister und ich erfahren haben an andere Menschen zurück.“ In ihrem sozialen Jahr kümmerte sie sich als Erzieherin um Kinder mit Lernschwächen. Für diese Kinder gibt es in den Kinderdörfern eine spezielle Förderung, um ihnen baldmöglichst die Teilnahme am Regelunterricht zu gestatten.
In Honduras unterhält das Kinderhilfswerk eigene Lehrwerkstätten mit eigenen Ausbildungsleitern. Dadurch bekommen die Jugendlichen sowohl eine theoretische als auch eine praktische Ausbildung vor Ort. Zusätzlich gibt es externe Berufs-Praktika-Programme. Das Kinderdorf hat eine Schreinerei, eine Schneiderei, eine Schuhmacherei und Metallwerkstätten. Diese Werkstätten ermöglichen es dem Heim, den vielen jungen Erwachsenen eine Ausbildung anzubieten. Die hergestellten Tische, Stühle, Kleider und Schuhe kommen direkt dem Heim zugute. In der Metallwerkstatt entstehen Ersatzteile für Maschinen genauso wie Spind-Schränke oder Gestelle. Was nicht vom Heim selbst benötigt wird, wird verkauft und damit ein Teil der entstehenden Kosten gedeckt.
In Honduras gibt es ein Berufsausbildungsinstitut namens CADERH, es ist eine ähnliche Institution wie in Deutschland die Industrie- und Handelskammer. Die Zertifikate, die diese Institution vergibt, sind staatlich anerkannt; sie ermöglichen einen guten Start in ein Berufsleben. Um dieses Zertifikat zu erhalten, müssen auch die Waisenkinder eine theoretische und praktische Prüfung ablegen. Der Erfolg kann sich sehen lassen. Im Jahr 2006 haben 84 Jugendliche ihre Ausbildung mit guten Noten abgeschlossen.
Nähere Informationen zum Kinderhilfswerk gibt es telefonisch unter 0721-35 44 00 oder im Internet unter www.HilfeFuerWaisenkinder.de Mit Spenden können Menschen in Deutschland dazu beitragen, dass die Jugendlichen in den Waisenhäusern von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ eine gute Ausbildung erhalten. Spenden sind möglich auf das Sonderkonto Nr. 87 47 002 bei der Sozialbank Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Stichwort: Ausbildung für Waisen.
Diese Pressemitteilung und Fotos von Miriam Garcia finden Sie unter: www.nphamigos.de/Presse
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