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By the way - Doping und militanter Islamismus

04.06.200710:35 UhrSport

(openPR) Wenn Bjarne Rijs und Konsorten die heute bereits verjährte Einnahme verbotener Substanzen öffentlich zugeben und gleichzeitig betonen, sie seien mit allen Mitteln für einen sauberen Sport, dann ist das ungefähr so, als würde Irans Präsident Ahmedinedschad gemeinsam mit den Oberhäuptern der einschlägigen Extremistenorganisationen sich ab sofort öffentlich als Kämpfer gegen den militanten Islamismus bezeichnen. Wer vorhat, diese Äußerungen ernst zu nehmen, dessen Zurechnungsfähigkeit sollte man in Zweifel ziehen.



Der Profiradsport ist bekanntermaßen seit Jahrzehnten zu annähernd 100% verseucht, seien es die Straßenfahrer, die Stundenweltrekordler oder wer auch immer. Ebenso bekannt ist seit langer Zeit die Tatsache, dass zeitgemäße Mittel zur Leistungssteigerung den gängigen Kontrollmechanismen immer weit voraus sind und daher gar nicht entdeckt werden. Das derzeit so heiß diskutierte EPO ist doch schon längst eine Antiquität im Dopingregal – wer sich damit noch erwischen lässt, dem gehört wegen galoppierender Brunzdummheit ohnehin die Lizenz entzogen.

Niemand kann sagen, er habe nichts gewusst.

Breit getreten in der Öffentlichkeit wurde auch immer wieder die seltsame Krankheitsgeschichte sehr vieler Radprofis. Die Ärmsten haben in ihrer Kindheit nämlich alle an schwerem Asthma gelitten und mussten schon immer ganz verbotene Medikamente einnehmen. Und wenn man an solch massiven Atemwegserkrankungen leidet, dann liegt es ja wirklich auf der Hand, dass man Radprofi wird. Das ist logisch, das machen eigentlich alle schwer Asthmakranken so. Und natürlich müssen die Radprofis, die krankheitsbedingt kaum atmen können, dann weiterhin viele Medikamente einnehmen, die alle eigentlich verboten sind. Ist klar. Man fragt sich, ob die Asthmakranken weltweit keinerlei Interessenvertretung unterhalten, die auf dieses falsche Spiel mit ihrem Leiden aufmerksam machen. Sogar Enten haben anscheinend eine größere Lobby.

Kein einziger szenekundiger Arzt, kein Sportler, kein Funktionär, kein Journalist ist ernstzunehmen, der sich hinstellt und sagt, er habe nichts gewusst. Kein TV-Sender ist ernstzunehmen, der seine Sportmeldungen von gerade den Sportlerinnen verlesen lässt, die schon in ihrer aktiven, goldigen Zeit als Ikonen des Dopings galten. Kein Verband ist ernstzunehmen, der zwar schreit, man müsse ganz viele Maßnahmen ergreifen, der aber noch lauter schreit, wenn er selbst für die Einführung dieser Maßnahmen auch nur einen Finger heben soll. Die Forderung, ein paar Prozent der ganzen Sportförderung in die Nationale Antidopingagentur zu stecken, hat ja bereits genau diese Abwehrreflexe hervor gerufen.

Zwar ist es allzu leicht und immer irgendwie beifallträchtig, die verantwortlichen Sportfunktionäre allesamt zu beschimpfen, aber wenn man sich die Leute in den Verbänden anschaut und hört, wie sie hysterisch auf andere zeigen, die sich gefälligst des Themas annehmen sollen, dann merkt man, dass Klischees immer auf einem wahren Kern begründet sind. Neuerdings schreien sie ja, die Sponsoren sollten doch bitteschön mehr Geld geben für die Dopingbekämpfung. Von diesen Leuten ist nichts, aber auch wirklich gar nichts zur Lösung des Problems zu erwarten – einer Lösung, die wohl nur mit radikalen Schnitten herbeizuführen ist. Einstellung der Förderung besonders betroffener Sportarten, TV-Übertragungsstopp, komplette Freigabe allen Dopings, in beide Richtungen sind Maßnahmen denkbar. Was fehlt ist der Wille der Verantwortlichen im Sport selbst.

cp, 04. Juni 2007

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