(openPR) Lüneburg, 18.05.2007 - Amerikanische Raffinerien sind derzeit der größten Preistreiber des Ölmarktes. Sie fallen reihenweise aus. Dadurch werden Phantasien über fehlendes Benzin während der Fahrsaison in den USA geweckt. Ebenfalls sorgenvoll wird die Entwicklung in Nigeria gesehen, wo mittlerweile ein Drittel der Produktion fehlt. Die verhalten freundlichen US-Bestandsdaten konnten die bullischen Aspekte nicht im Zaum halten. Die Preise drohen in einen Aufwärtstrend überzugehen. Der Dollar gewinnt nach guten Konjunkturdaten in den USA an Wert. Sein Abwärtstrend ist beendet. Ein Aufwärtstrend ist allerdings noch nicht gestartet.
Die Liste der defekten US-Raffinerien wird immer länger. Für Fachleute ist die nicht endende Pannenserie wenig erstaunlich. Die Anlagen wurden in den letzten Jahren derartig schlecht gewartet, dass ihr Ausfall nur eine Frage der Zeit war. Es besteht der Verdacht, dass er billigend in Kauf genommen wird. Mit dem verursachten Preisanstieg können die Ölgesellschaften hervorragend leben. Die Benzinpreise steuern unhaltbar auf ein neues Allzeithoch zu. Damit ziehen sie den Rest des Ölmarktes wenigstens teilweise hinterher. Einen Zwang für die Folgsamkeit der Rohöl- und Heizölpreise gibt es nicht. Gleichwohl ist diese eine normale Erscheinung des Marktes. Dass die aktuellen Ausfälle ernsthaft eine Benzinkrise in den USA auslösen werden, ist kaum vorstellbar, da die Versorgung aus Übersee hervorragend funktioniert. Erst wenn Hurrikane größere Schäden anrichteten, würde die Lage unbeherrschbar werden. Dann geriete die Preisentwicklung in Höhenturbulenzen.
In Nigeria haben die Unruhen nach den Parlamentswahlen die befürchteten Ausmaße angenommen. Sie erreichten erwartungsgemäß die Ölindustrie. Nach und nach wurden Förderungen eingestellt. Die Ausfälle haben ein nennenswertes Maß für den Ölmarkt angenommen. Noch hofft man auf offizieller Seite, dass ein vor längerer Zeit ebenfalls auf Grund von Rebellenaktionen stillgelegtes Ölfeld im Juni wieder in Betrieb geht.
Weitere bullische Aspekte kommen aus dem Kongo, wo die Total Force Majeure (Liefereinstellung wegen höherer Gewalt) angemeldet hat, vom neusten IEA-Report, der eine steigende Nachfrage prognostiziert, und vom Atomstreit mit dem Iran, um den es momentan stiller geworden ist, der aber jederzeit für einen neuen Preisschub sorgen kann.
In dieser Woche waren die US-Bestandszahlen wenig einflussreich, obwohl sie von beiden berichtenden Institutionen DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) in Gänze positiv gemeldet wurden. Insbesondere die positive Veränderung in den Benzinlagern sollte sich bärisch auswirken. Das geschah wegen der Raffinerienachrichten aber nicht. Folgende Zahlen liegen vor:
Rohöl: +1,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. +5,2 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +1,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,3 Mio. Barrel (API)
Benzin: +1,7 Mio. Barrel (DOE) bzw. +2,2 Mio. Barrel (API)
In Summe ergibt sich ein Aufbau von 3,7 (DOE) bzw. 8,7 (API) Mio. Barrel. Die Importe liegen unter denen der Vorwoche und des Vorjahres. Die Raffinerieverfügbarkeit beträgt weiterhin nur 89 Prozent. Das ist und bleibt das Problem der USA und das Problem des weltweiten Ölmarktes.
Die Gesamtsituation der Bestände ist durchschnittlich. Die Rohölbestände sind deutlich überdurchschnittlich hoch. Daraus ergibt sich, dass die Benzinbestände unterdurchschnittlich tief sind. Die in den letzten Tagen häufig genannte Forderung, dass die OPEC mehr Öl liefern solle, um den aufsteigenden Preisen Paroli zu bieten, ist absurd. In den USA könnte dieses Öl aus den bekannten Gründen nicht verarbeitet werden. Es trüge lediglich zu weiter steigenden Rohölbeständen bei.
Heute Morgen hält der Gasölpreis sein gestern erreichtes Niveau. Das liegt inzwischen wieder über 600 $. Die Tonne kostet 602,00 $.
Unsere Heizölpreise ziehen an. Der Handel bemüht sich, auf Grund der schlechten Nachfrage gegen einen Preisanstieg zu wirken. Dabei verzichtet er teilweise komplett auf die Verdienstmargen. Gegen den massiven Anstieg am Weltmarkt hat er aber keine Chance. Die Teuerung erreicht den Verbraucher. Die weitere Preisentwicklung läuft nun Gefahr, den Seitwärtstrend zu verlassen. Noch geben wir die neutrale Einstellung zur Preisbildung aber nicht auf. Nach unserer Einschätzung sollte ein spürbarer Aufwärtstrend erst mit dem Aufkommen von zerstörerischen Hurrikanen in den USA beginnen.
Weitere Informationen zum Thema Heizöl und zu den Dienstleistungen der esyoil GmbH finden Sie unter www.esyoil.com und www.teletanks.com
esyoil GmbH
Imkerstieg 1
D-21339 Lüneburg
Tel. +49 (0) 41 31 - 60 39 70
Fax +49 (0) 41 31 - 60 39 79
www.esyoil.com
Pressekontakt:
Dr. Klaus Bergmann
Tel. +49 (0) 41 31 - 60 39 76
Fax +49 (0) 41 31 - 60 39 79
E-Mail:
Die esyoil GmbH wurde 2002 gegründet und hat ihren Firmensitz in Lüneburg.
Strategisches Ziel des Unternehmens ist die Digitalisierung des Heizölmarktes mit dem Ziel der Preisreduzierung, Effizienzsteigerung und Vermeidung von Verschwendung.
Das Kerngeschäft, die Vermarktung von Heizöl über die Internetplattform www.esyoil.com, wird ergänzt durch die Entwicklung und den Vertrieb von Tankmess-Systemen für gewerbliche und private Nutzer.
Mit der Handelsplattform esyoil.com ist das Unternehmen Marktführer für den Heizölhandel im Internet. Dort bekommen Verbraucher laufend börsennahe Preisinformationen für Heizöl und die Möglichkeit, zu diesen Preisen Heizöl zu bestellen. Damit schafft esyoil Transparenz im Heizölmarkt. Die Preisberechnung basiert auf einer einzigartigen Technik und beinhaltet alle relevanten Parameter zur Preisbildung. Die Preise werden mindestens drei Mal täglich aktualisiert.
Mit seinen regionalen Handelspartnern verhandelt esyoil feste, kundenfreundliche Margen. Diese werden unabhängig von spontanen Marktturbulenzen auf die aktuellen Börsennotierungen aufgeschlagen und ergeben so einen fairen Heizölpreis für den Verbraucher. So kann der Verbraucher durch die regelmäßige Beobachtung der Heizölpreise und eine langfristige Versorgungsplanung seine Heizölkosten deutlich senken.
Weitere Einsparmöglichkeiten bietet esyoil mit seinen Tankmess-Systemen. Für Kommunen oder z. B. Unternehmen der Wohnungswirtschaft, die mehrere Tanks bewirtschaften, hat das Unternehmen einen elektronischen Peilstab mit Fernüberwachung entwickelt. Dieser misst kontinuierlich den Ölstand in den Tanks und übermittelt die Ergebnisse an www.teletanks.com, eine weitere Website der esyoil GmbH. Über einen individuellen Zugangscode können die Nutzer die jeweiligen Füllstände dort laufend einsehen.







