(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Preise für die Rohölsorten WTI und Brent haben sich bis zum Nachmittag unterschiedlich entwickelt. Während die US-amerikanische Referenzsorte an Boden verlor, konnte Nordseeöl sein hohes Niveau halten. Hier lag der Barrelpreis bei mehr als 95 Dollar, während WTI deutlich unter die 90-Dollar-Marke rutschte.
Positive US-Arbeitsmarktdaten stützen zunächst den Dollar, was gemäß der alten Regeln „Dollar rauf, Öl runter“ auf die Notierungen drückte. Einen Dämpfer bekam der Konjunkturoptimismus indes von den negativen Einzelhandelsumfragen in den USA, berichtet der Branchendienst Futures Services. Erst am Vortag waren die Rohölkurse um fast drei Dollar in die Höhe geschnellt. Grund hierfür waren stark rückläufige US-Rohölbestände. Innerhalb der letzten fünf Wochen belief sich der Lagerabbau bei Rohöl auf 24,4 Millionen Barrel, sagt Commerzbank-Experte Eugen Weinberg. Aber: Dieser Lagerabbau sei nur bedingt auf eine stärkere Nachfrage zurückzuführen. Weinberg zufolge dürften die Raffinerien ihre Lagerbestände aus steuerlichen Gründen zum Jahresende hin zurückgeführt haben. Von einem stark gestiegenen Verbrauch kann also keine Rede sein. Produkte werden Analysten zufolge sogar weniger nachgefragt, weil das Kaltwetter in den Vereinigten Staaten das öffentliche Leben behindert.
Nach dem rasanten Preisanstieg von gestern reagierten die hiesigen Heizölpreise mit einem Sprung nach oben. Um 65 Cent auf 76,75 Euro zogen die Bezugskosten für die 100-Liter-Partie einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern Heizöl EL an. Zum Vergleich die Werte der Vorjahre: 6. Januar 2007 53 Euro, 6. Januar 2008 73,86 Euro, 6. Januar 2009 56,29 Euro und 6. Januar 2010 62,84 Euro.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.
Frank Urbansky
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