(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Eine turbulente Woche neigt sich dem Ende. Bis zum Mittwochabend zeigten sich die Rohölnotierungen im stabilen Aufwärtstrend, die 120 Dollarmarke fest im Visier. Nach Veröffentlichung der US-Bestandsdaten erfolgte ein erster kurzzeitiger Einbruch dem in den Abendstunden des Donnerstags ein zweiter und viel größerer Rückgang folgte. Somit starteten die Notierungen heute Morgen bei Notierungen unter 115 Dollar pro Barrel (NYMEX) bzw. 114 Dollar pro Barrel (ICE). In den Morgenstunden zeigten sich die Rohölpreise sogar noch leichter und sanken um einen weiteren Dollar pro Barrel. Der gefestigte Dollar wirkte immer noch dämpfend nach Veröffentlichung der besser als erwarteten Wirtschaftsdaten am gestrigen Nachmittag.
Doch der Unterton galt noch immer als fest und so kam es, dass sich die Kontrakte nach dem Preisrutsch in der ersten Phase des Handels erholten. Für diese Gegenbewegung sorgten neben der technischen Unterstützung aktuelle Meldungen von einem Angriff nigerianischer Rebellen auf eine Shell-Pipeline sowie von einer Fortsetzung des Ölarbeiterstreiks bei Mobil Nigeria. Hinzu kommen Benzin-Produktionsprobleme der BP-Raffinerien in Texas City. Im Zusammenhang mit diesen Meldungen rückten auch wieder die Versorgungsängste wegen des Grangemouth-Raffineriestreiks und dem damit verbundenen Nordseeöl- und Gasausfällen des britischen Forties-Feldes verstärkt in den Blickpunkt. Am Nachmittag hielt diese Entwicklung weiterhin an und zum Redaktionsschluss konnten sich die Notierungen bereits um mehr als 1,50 Dollar pro Barrel von den Vortagesschlusswerten absetzen.
Auch im Endverbrauchermarkt zeigten sich die Preise heute ungebrochen stabil. In der täglichen Erfassung der Heizölpreise von Brennstoffspiegel und mineralölrundschau ging es auch kurz vor dem Wochenende deutlich nach oben. Mit einem Plus gegenüber Vortag in Höhe von durchschnittlich 0,28 Euro pro 100 Liter erreichten die Preise ein neues Allzeithoch. Bei einem Durchschnittspreis von nunmehr 82,92 Euro pro 100 Liter (beim Kauf einer 3000 Literpartie Heizöl EL) liegen die Bezugskosten für Heizöl nur knapp über den Vortageswerten. Im Vergleich zur Vorwoche beträgt die Differenz knapp zwei Euro.
Marktbeobachter rechnen zwar immer wieder mir Abwärtskorrekturen und Gegenreaktionen auf den steilen Up-Trend, aber die Ölpreise steigen unbeeindruckt weiter. Langfristig ist daher wahrscheinlich mit weiteren Preisanstiegen, auch im heimischen Markt, zu rechnen.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
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