(openPR) „Deutschland ist auf dem besten Weg, sich vom Joch der Ärzte zu befreien. Hinweg mit den korrupten, betrügerischen Medizinern, weg mit den Beutelschneidern, weg mit dem Gesindel, das nur den schnöden Mammon im Kopf hat! Dank der Gesundheitsreform werden wir in Kürze zwar nicht atomfrei, dafür aber beinahe ärztefrei sein.“
Quelle: Ärzte Zeitung >>> mehr dazu >>>
http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/05/11/087a1801.asp?cat=/politik/gesundheitssystem_uns
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Dem Autor, namentlich Ironius, ist vollumfänglich zuzustimmen. Mit besonderer Skepsis wird seit geraumer Zeit die (Pseudo)Professionalisierungstendenzen der Pflegenden verfolgt, die vornehmlich von einschlägigen Berufsverbänden gefordert werden. Es wird das Wort von der Akademisierung der Pflege und der Vorbehaltsaufgaben geredet – so, als sei die Akademisierung ein hinreichender Garant für die Professionalisierung der Pflegenden. Die prinzipiell begrüßenswerten Emanzipationsbestrebungen der Berufsverbände werden eher selten von der Praxis kritisch kommentiert und zwar insbesondere in den Fällen, wo die Berufsverbände unablässlich verkünden, dass die Pflegenden einen beachtlichen Beitrag in den Regionen leisten können, wo insbesondere ein Ärztemangel vorherrscht. Es drängt sich der Eindruck auf, dass es den Berufsverbänden u.a. auch darauf ankommt, ihren Aufstieg in der Professionalisierungsskala der besonders bedeutsamen Berufsgruppen dadurch zu beschleunigen, in dem sie unverblümt die dem Arzt originär vorbehaltenen Tätigkeiten für sich reklamieren. In diesem Sinne kommt den Berufsverbänden der Pflegenden der Ärztemangel gelegen, obgleich weitere Deprofessionalisierungstendenzen zu befürchten anstehen. Eine erfolgreiche und zufrieden stellende Arbeit in der Pflege setzt m.E. nach nicht die Notwendigkeit voraus, ggf. Medikamente zu verordnen und zu rezeptieren.












