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Weniger Tierhaltung – was wird aus dem Grünland?

(openPR) Bingen am Rhein – Prof. Dr. Andre Deppermann ist seit 2025 Professor für Agrarpolitik und Ressourcenökonomie an der Technischen Hochschule (TH) Bingen. In seinem aktuellen Forschungsprojekt beschäftigt er sich mit möglichen Problemen, die aus dem Rückgang der Tierhaltung entstehen können.

Weniger Tiere brauchen weniger Futter. Durch die sinkende Nachfrage nach Grünlandfutter besteht die Gefahr, dass die bisher benötigten Flächen langfristig nicht mehr genutzt und gepflegt werden. Dies kann negative Auswirkungen auf Biodiversität und Landschaftsbild haben.

Um die Zusammenhänge besser zu verstehen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten, hat Deppermann das Forschungsprojekt „Entwicklung eines integrierten Analyserahmens für die Landnutzung in Rheinland-Pfalz“ ins Leben gerufen. Das Projekt läuft von Juni 2026 bis Mai 2028 und wird von der Carl-Zeiss-Stiftung im Rahmen des Programms „CZS Forschungsstart“ mit 236.400,00 Euro gefördert. In dem Vorhaben sollen bestehende Daten zusammengeführt werden, die bereits zu verschiedenen Aspekten wie Landnutzung, Bodenbeschaffenheit oder Tierhaltung vorhanden sind. Zudem werden überregionale Trends in den Blick genommen und mit den Daten verknüpft.

Auf dieser Grundlage sollen Szenarien zu gefährdeten Regionen erstellt werden. Wo besteht ein hohes Risiko, dass die Nutzung aufgegeben wird? Welche Handlungsmöglichkeiten lassen sich aus den Daten ableiten? Langfristig soll das Projekt zur Reform der Europäischen Gemeinsamen Agrarpolitik beitragen.

Das Vorhaben richtet sich an Akteurinnen und Akteure in Rheinland-Pfalz, darunter Politik, Verwaltung und Praxis, die sich mit der Nutzung und Pflege von Grünlandflächen befassen.
Weitere Forschungsprojekte an der TH Bingen sind unter https://www.th-bingen.de/forschung/rund-ums-forschen/projekte einsehbar.

Über die Carl-Zeiss-Stiftung

Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert Wissenschaft und Lehre in den MINT-Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Als Partnerin exzellenter Wissenschaft ermöglicht sie Freiräume für Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung. Die Stiftung wurde 1889 von Ernst Abbe in Jena gegründet und ist heute eine der großen privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und der SCHOTT AG. Ihre Fördertätigkeit wird aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.

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