(openPR) Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise gibt es Branchen, die neue Jobs schaffen. Dazu zählt der Bereich Ökologie. Wie die „Harburger Anzeigen und Nachrichten“ in ihrer Internet-Ausgabe berichten, versprechen Kreislandwirt Willy Isermann und weitere Spitzenvertreter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und des Niedersächsischen Landvolks im Landkreis Harburg angehenden Land- und Tierwirten sehr gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Eine Ausbildung in den so genannten „Grünen Berufen“ biete jungen Menschen etliche Chancen auf dem Stellenmarkt, betonte der Leiter der Buchholzer Außenstelle der Landwirtschaftskammer, Ulrich Peper. Im Landkreis Harburg spielen die „Grünen Berufe“ mit etwa 500 Unternehmen im Haupterwerb nach Aussage des Landvolk-Kreisvorsitzenden und Ex-CDU-Bundestagsabgeordneter Rudolf Meyer eine große Rolle. „Unser Berufsstand hat einen regelmäßigen Bedarf an Fachkräften“, erklärte Meyer. Schon lange gehe es bei der Ausbildung angehender Landwirte nicht mehr nur darum, Betriebsnachfolger und Unternehmer heranzuziehen. „Regelmäßig werden auch angestellte Fachkräfte in den Betrieben gebraucht“, sagte der scheidende Vize-Kreislandwirt Gerhard Stöver aus Dibbersen.
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Der Agrar-Ingenieur Beneke bildet in seinem Betrieb, der 280 Milchkühe, 140 Hektar Ackerland sowie 70 Hektar Grünland umfasst, jeweils zwei angehende Land- und Tierwirte aus. Diese lernen die richtige Betreuung von Kühen und Kälbern und anstehende Kalbungen und die Brunst der Tiere festzustellen. Außerdem werden über das gesamte Jahr Traktoren und Maschinen bewegt. Weiterer Teil der Ausbildung: Die fachgerechte Bearbeitung der Nutzflächen und die Versorgung mit Nährstoffen. ZU guter Letzt steht die Ernte. „Das Ziel ist es, hochwertige Nahrungsmittel zu produzieren“, erläuterte Kreislandwirt Isermann.
Als neuen Berufszweig für größere Ackerbaubetriebe oder Lohnunternehmen gibt es die „Fachkraft Agrarservice“. In diesem Ausbildungsberuf liege der Fokus eindeutig im technischen Bereich, so Ina Rubelowski, die für den agrarwirtschaftlichen Bereich an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Buchholz verantwortlich zeichnet. Des Weiteren würden fachliche Grundlagen im Pflanzenbau, in der Tierhaltung, in Betriebswirtschaft und im Bereich Service vermittelt. Neu hinzugekommen die einjährige Berufsfachschule (BFS I) Agrarwirtschaft: „Dort werden die erforderlichen Grundkenntnisse und beruflichen Fertigkeiten vermittelt, die den Inhalten des ersten Ausbildungsjahres entsprechen“, erklärte Rubelowski. Als Aufnahmevoraussetzung für die BFS I benötigt man einen guten Hauptschul- oder einen Realschulabschluss. Nach der BFS I müssen zwei Praxisjahre absolviert werden.












