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„Die Humboldt-Professur ist eine Investition in die Zukunft“

(openPR) Die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär und der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung Robert Schlögl haben am Dienstagabend in Berlin die Alexander von Humboldt-Professuren an sieben internationale Top-Forschende verliehen. Die neuen Humboldt-Professor*innen wurden von deutschen Hochschulen nominiert und wechseln aus dem Ausland nach Berlin, Dresden, Düsseldorf, Freiburg, Göttingen, Karlsruhe und Tübingen. Die Auszeichnung ist aktuell mit je fünf Millionen Euro für experimentell und je dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler*innen dotiert.

Humboldt-Professur als strukturbildende Investition

„Die Humboldt-Professur würdigt wissenschaftliche Exzellenz, bisherige Erfolge und diejenigen, die von den Preisträger*innen noch erwartet werden: Sie ist eine sehr gute Investition in die Zukunft“, betonte Stiftungspräsident Robert Schlögl und hob in seiner Ansprache die nachhaltige, strukturbildende Wirkung der Humboldt-Professur heraus. Hochschulen können sich damit strategisch verstärken und im internationalen Wettbewerb profilieren: „Bisher konnten 135 Humboldt-Professor*innen an deutsche Hochschulen berufen werden. Und von diesen sind gut 90% auch nach Ablauf der Förderung weiter in Deutschland tätig. Um sie herum entstehen Zentren für exzellente, internationale, interdisziplinäre Forschung.“

Wissenschaftsfreiheit ist kein Naturgesetz

Wissenschaftsfreiheit als Grundvoraussetzung für vorbehaltloses Fragen werde bei uns gelebt, sei aber kein Naturgesetz, so Schlögl. „Wir müssen unsere Demokratie wehrhaft machen. Und wir brauchen weitreichende Maßnahmen in Politik und akademischen Einrichtungen, um unser Wissenschaftssystem zu stärken und gegen Angriffe resilient zu machen.“

Die Besten der Besten für Innovationen in Deutschland

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sagte bei der Preisverleihung: „Wissenschaft und Forschung sind eine unerschöpfliche Quelle an Ideen für Innovationen und Technologien, die unser Leben besser machen. Dafür steht die Hightech Agenda Deutschland, für die wir die Besten der Besten der Wissenschaft brauchen. Und dafür steht die Alexander von Humboldt-Professur. Ich gratuliere der diesjährigen Preisträgerin und den Preisträgern zu dieser großartigen Leistung. Sie haben sich aus fünf verschiedenen Ländern von vier Kontinenten entschieden, zu uns zu kommen. Das zeigt, dass Deutschland international ein hochattraktiver Wissenschaftsstandort ist. Mit über 80.000 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind wir bereits das zweitwichtigste Ziel weltweit nach den USA. Mit dem 1.000 Köpfe-Plus-Programm erhalten wir Deutschland als attraktives Zielland und sicheren Hafen der Wissenschaftsfreiheit."

Die Preisträger*innen der Alexander von Humboldt-Professur

• Christopher Barner-Kowollik, Chemie, wechselt von der Queensland University of Technology in Brisbane, Australien, an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
• Sebastian Deindl, Strukturbiologie, wechselt von der Uppsala University, Schweden, an die Eberhard Karls Universität Tübingen.
• Simon Elsässer, Zellbiologie, wechselt vom Karolinska Institutet in Solna, Schweden, an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
• Sahika Inal, Bioengineering, wechselt von der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST), Saudi-Arabien, an die Technische Universität Dresden und das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden.
• Reinhard Maurer, Theoretische Chemie, wechselt von der University of Warwick, Vereinigtes Königreich, an die Georg-August-Universität Göttingen und das Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften.
• Michael Moehler, Philosophy, Politics, and Economics (PPE), wechselt von der Virginia Tech, USA, an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
• Michael Weber, Wirtschaftswissenschaften, wechselt von der University of Chicago, USA, an die ESMT Berlin (European School of Management and Technology).

Die Alexander von Humboldt-Professur

Die vom BMFTR finanzierte Alexander von Humboldt-Professur holt internationale Spitzenforscher*innen aller Disziplinen an deutsche Universitäten. Sie bietet optimale finanzielle Bedingungen und maximale Flexibilität für Spitzenforschung in Deutschland. Neben der herausragenden wissenschaftlichen Qualifikation der Kandidat*innen sind die Konzepte der Hochschulen entscheidend, die den Forscher*innen und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland bieten sollen.
Künftig wird das Preisgeld für die Alexander von Humboldt-Professur dank der Finanzierung durch das 1.000-Köpfe-Plus-Programm auf bis zu 10 Millionen Euro erhöht. Außerdem wird der Förderzeitraum standardmäßig auf sieben Jahre verlängert.

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Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 63 mit Nobelpreis.

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Pressekontakt
Kristina Güroff
Tel: +49 228 833-455
E-Mail: E-Mail

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