(openPR) Die regulatorischen Anforderungen an den Schutz von Kundenfinanzinstrumenten haben sich in den vergangenen Jahren weiter konkretisiert. Insbesondere durch Vorgaben aus MiFID II, dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie der MaDepot stehen Institute vor der Aufgabe, ihre Compliance-Strukturen fortlaufend anzupassen. In diesem Kontext gewinnt die Funktion des sogenannten Safeguarding-Officers – häufig auch als Single-Officer bezeichnet – zunehmend an Bedeutung.
Das Seminar „Single-Officer-Compliance“ der Akademie Heidelberg greift diese Entwicklungen auf und vermittelt praxisorientiertes Fachwissen zur Umsetzung der regulatorischen Anforderungen.
Neue Anforderungen in der Single-Officer-Compliance
Kreditinstitute sind verpflichtet, eine verantwortliche Person für die Einhaltung der Vorschriften zum Schutz von Kundenfinanzinstrumenten zu benennen. Diese Rolle umfasst insbesondere die Überwachung der ordnungsgemäßen Verwahrung sowie die Sicherstellung der organisatorischen Anforderungen gemäß MaDepot.
Die zunehmende Komplexität der regulatorischen Vorgaben führt dazu, dass die Single-Officer-Compliance stärker strukturiert und dokumentiert werden muss. Dazu zählen unter anderem Anforderungen an die Verwahrkette, die getrennte Aufbewahrung von Vermögenswerten sowie der Schutz vor unbefugtem Zugriff durch Dritte.
Herausforderungen für Safeguarding-Officer in der Praxis
Für Safeguarding-Officer ergeben sich vielfältige operative und organisatorische Herausforderungen. Die Durchführung einer systematischen Risikoanalyse bildet dabei die Grundlage für alle weiteren Überwachungsmaßnahmen. Gleichzeitig müssen Institute sicherstellen, dass Dienstleister angemessen gesteuert und regulatorische Anforderungen auch bei Auslandsverwahrung eingehalten werden.
Hinzu kommt die Verpflichtung zu einem strukturierten Reporting. Dieses muss sowohl periodisch als auch anlassbezogen erfolgen und die Ergebnisse der Überwachungshandlungen nachvollziehbar dokumentieren. Fehlerbehandlungen und Maßnahmen zur Risikominimierung sind dabei ebenso zu berücksichtigen wie adressatengerechte Berichtsformate.
Inhalte des Seminars zur Single-Officer-Compliance
Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:
• Relevante Rechtsgrundlagen wie MiFID II, WpHG, WPDVerOV und MaDepot
• Aufgaben und organisatorische Einbindung des Safeguarding-Officers
• Durchführung und Dokumentation von Risikoanalysen
• Praxisrelevante Überwachungshandlungen, etwa zur Verwahrkette und Lagerstellenabstimmung
• Anforderungen an ein strukturiertes und adressatengerechtes Reporting
• Bewertung organisatorischer Maßnahmen und Ableitung von Kontrollplänen
Die Inhalte orientieren sich an typischen Fragestellungen aus der Unternehmenspraxis und bilden den gesamten Compliance-Zyklus ab.
Relevanz für Zielgruppen im Finanzsektor
Das Thema Single-Officer-Compliance ist insbesondere für Fachkräfte aus Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsunternehmen relevant. Dazu zählen Safeguarding-Officer nach § 81 Abs. 5 WpHG, Compliance-Beauftragte sowie Mitarbeitende der Internen Revision und Kontrolleinheiten im Wertpapier- und Depotgeschäft.
Auch Führungskräfte und Verantwortliche, die die Tätigkeit des Single-Officers überwachen oder organisatorisch einbinden, profitieren von einer fundierten Auseinandersetzung mit den regulatorischen Anforderungen.
Referent
Paul Bernd Wittnebel ist Compliance-Experte mit langjähriger Erfahrung im Wertpapiergeschäft. Er war unter anderem als stellvertretender Leiter Compliance einer großen Sparkasse tätig und verfügt über umfassende Praxiskenntnisse in der Umsetzung regulatorischer Anforderungen.
Termin und weitere Informationen: https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/single-officer-compliance-0




















