(openPR) Mainz, 16. März 2026 – In Rheinland-Pfalz werden sich zahlreiche Apotheken am 23. März 2026 am bundesweiten Protesttag beteiligen und geschlossen bleiben. Mit dem Protest fordern die Apotheken die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen auf, ihr Versprechen einer Honorarerhöhung endlich einzulösen. Zugleich soll der fortschreitende Rückgang der Apotheken gestoppt werden.
Jan-Niklas Francke, Erster Vorsitzender des Apothekerverbands Rheinland-Pfalz erklärt: „Die Zahl der Apothekenschließungen in Rheinland-Pfalz ist weiterhin kritisch. In den vergangenen drei Jahren mussten insgesamt 99 Betriebe dauerhaft schließen. Eine Ursache ist die ausbleibende Honoraranpassung der Apotheken. Das darf so nicht weitergehen.“
Auch in den übrigen Bundesländern hält der Negativtrend an. Mit jeder geschlossenen Apotheke wird der Weg für die Menschen länger und die Versorgung mit Arzneimitteln schwieriger. Viele Apotheken geraten wirtschaftlich zunehmend unter Druck, weil Personal-, Energie- und Mietkosten gestiegen sind, das Fixhonorar jedoch seit mehr als zehn Jahren nicht angepasst wurde. Seit der Umstellung der Arzneimittelpreisverordnung auf das heutige feste Packungshonorar vor 22 Jahren gab es nur eine einzige Erhöhung: 2013 stieg die Vergütung einmalig um lediglich 3,1 Prozent. Seitdem musste bundesweit jede fünfte Apotheke schließen, ein Rückgang um 19,7 Prozent.
Peter Schreiber, Geschäftsführer des Apothekerverbands Rheinland-Pfalz, sagt: „Wir setzen uns für eine Vergütung ein, die die wirtschaftliche Realität angemessen berücksichtigt und den Fortbestand der Apotheken sichert. Die dafür nötige politische Aufmerksamkeit erreichen wir nur mit einem geschlossenen und deutlichen Auftritt.“
Die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung ist an diesem Tag dennoch gesichert. Peter Stahl, Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz, betont: „Die notdiensthabenden Apotheken stellen auch am Protesttag sicher, dass Patientinnen und Patienten mit dringend benötigten Arzneimitteln versorgt werden.“











